Internationale Koalition übergibt Stützpunkt al-Qa'im an Irak
Al-Anbar (IRNA) - Die sogenannte internationale Koalition gegen den IS, unter Anführung der USA, hat am Dienstagabend bekannt gegeben, dass sie aus dem Militärstützpunkt al-Qa'im nahe der syrischen Grenze abziehe und die Verantwortung für diesen Stützpunkt werde an die Iraker übergeben.
Laut Al-Furat News haben die us-geführten Koalitionskräfte bekannt gegeben, dass sie den Stützpunkt al-Qa'im an der irakisch-syrischen Grenze im Westen der Provinz al-Anbar verlassen und die irakischen Sicherheitskräfte nun die Verantwortung für Kontrolle und Wartung dieses Stützpunktes haben.
Diesem Bericht zufolge haben die US-Militärs zwei weitere Stützpunkte im Irak verlassen.
Der Abzug der US-Streitkräfte aus 3 von 8 Stützpunkten im Irak ist auf den Beschluss der USA, ihre Präsenz in diesem Land zu reduzieren, zurückzuführen. Der Abzug aus dem Stützpunkt al-Qa'im bedeutet das Ende der Präsenz der US-Kräfte an der irakisch-syrischen Grenze.
Diese Basis wurde auf den Ruinen des ältesten irakischen Bahnhofs in der Nähe der kleinen Stadt al-Qa'im am Euphrat errichtet.
Die Region wurde im Jahr 2014 von IS-Terroristen besetzt, und als letzte Terroristenbastion im Jahr 2017 durch die irakischen Streitkräfte befreit.
Das irakische Parlament stimmte am 5. Januar 2020 einstimmig einem Gesetzesentwurf zu, in dem der Abzug aller von den USA angeführten ausländischen Streitkräfte aus dem Land gefordert wird. Anlass dazu war die Ermordung des Anti-Terror-Generals Qassem Soleimani, des Kommandeurs der Al-Quds- Brigade der iranischen Revolutionsgarden, sowie von Abu Mahdi al-Muhandis, dem stellvertretenden Leiter der irakischen al-Haschd al-Schaabi Volksmobilmachungskräfte und ihrer Gefährten, bei einem US-Terroranschlag in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad .