Irakisches Parlament wird Premierminister wegen US-Verstößen vorladen
Bagdad (ParsToday/PressTV) - Ein irakischer Gesetzgeber gab bekannt, das Parlament werde Premierminister Mustafa Al-Kazemi zur Erklärung über die fortgesetzte Verletzung der Souveränität des Landes durch die Vereinigten Staaten, sowie ihren Plänen gegen die Anti-Terror-Mobilisierungseinheiten (Haschd al-Schaabi, PMF) vorzugehen, vorladen.
Abdul Amir al-Taeiban vom Block al-Sadiqoun sagte, das Parlament meine es "ernst" damit, eine Sitzung mit Kazemi und den Mitgliedern seines Kabinetts abzuhalten, um die jüngsten Entwicklungen im Irak und die Verletzung seiner Souveränität durch Washington zu überprüfen.
„Solange die US-Botschaft in Bagdad ist, wird der Irak nicht zur Ruhe kommen. Die Schießerei durch die US-Botschaft ist ein klarer Verstoß gegen die irakische Souveränität. Daher muss eine Maßnahme ergriffen werden, um zu erkennen, was die US-Botschaft getan hat", zitierte al-Ahed News Taeiban.
Die Bemerkungen kamen einen Tag nachdem die US-Botschaft in Bagdad ihre C-RAM-Systeme und Alarmsirenen als Teil einer angeblichen Sicherheitsübung aktiviert hatte.
Eine Sicherheitsquelle teilte der Nachrichtenagentur Shafaq mit, dass Raketenreste auf das al-Karama-Krankenhaus im Zentrum von Bagdad gefallen seien, es wurden jedoch keine Opfer gemeldet.
Neueste Berichte deuten darauf hin, dass das Pentagon die Erlaubnis von US-Präsident Joe Biden einholt, PMF-Positionen im Irak anzugreifen.
Anfang 2003 marschierten die USA unter dem später als falsch entlarvten Vorwand in den Irak ein, dass das Regime von Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen besitze.
Zwischen 2007 und 2011 zog Washington seine Soldaten aus dem Irak ab, setzte sie jedoch 2014 zusammen mit anderen Verbündeten erneut ein, um angeblich der Bedrohung durch die Terroristengruppe IS entgegenzuwirken.
Am 3. Januar 2020 ermordeten die USA den legendären iranischen Anti-Terror-Kommandeur Generalleutnant Qassem Soleimani und seinen irakischen Kameraden Abu Mahdi al-Muhandis, den stellvertretenden Leiter der PMF, bei einem tödlichen Drohnenangriff in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad.
Zwei Tage später genehmigte das irakische Parlament einstimmig einen Gesetzentwurf, in dem der Abzug aller von den Vereinigten Staaten angeführten ausländischen Streitkräfte aus dem Land gefordert wurde.
Seitdem verzögert Washington jedoch seinen Abzug ständig und nimmt Anti-Terror-Gruppen zum Ziel.