Netanjahu ordnet Zwangsevakuierung der Palästinenser aus Rafah an
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Tel Aviv (ParsToday/IRNA) - Das Büro des Premierministers des israelischen Regimes hat am Freitag bekanntgegeben, dass Benjamin Netanjahu den Planungsbefehl zur Zwangsevakuierung der Palästinenser aus Rafah erlassen habe.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Feb 10, 2024 06:05 Europe/Berlin
  • Netanjahu ordnet Zwangsevakuierung der Palästinenser aus Rafah an

Tel Aviv (ParsToday/IRNA) - Das Büro des Premierministers des israelischen Regimes hat am Freitag bekanntgegeben, dass Benjamin Netanjahu den Planungsbefehl zur Zwangsevakuierung der Palästinenser aus Rafah erlassen habe.

Netanjahu sagte am Freitag, in Rafah sei ein umfassender Militäreinsatz erforderlich. Er habe Sicherheitsvertreter aufgefordert, einen Plan vorzulegen, der die Evakuierung von Zivilisten aus der Stadt und eine Militäroperation zur Zerschlagung der verbliebenen militanten Hamas-Einheiten vorsehe.

Rafah liegt im Süden des Gazastreifens nahe der Grenze zu Ägypten. Seit Beginn des Krieges zwischen dem israelischen Regimes und der Hamas haben mehr als eine Million palästinensische Binnenflüchtlinge in der Stadt Zuflucht gesucht.

Die Absicht des Ministerpräsidenten des israelischen Regimes hat heftige Kritik ausgelöst.

Der Einsatz ziele darauf ab, die Palästinenser aus dem Gazastreifen zu vertreiben, sagte Vorsitzender der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas in Ramallah. Damit werde der Frieden in der Region und in der Welt bedroht.

Abbas betonte, er habe den UNO-Sicherheitsrat aufgerufen, tätig zu werden.

Das US-Außenministerium warnte, dass jeder schlecht geplante oder ungeplante israelische Militärangriff auf Rafah „katastrophal“ wäre.

John Kirby, der Sprecher und Koordinator der strategischen Kommunikation des Nationalen Sicherheitsrates des Weißen Hauses, sagte, dass jede israelische Militäroperation in Rafah eine „Katastrophe“ wäre und fügte hinzu, Washington sei „optimistisch“ hinsichtlich der Vereinbarung zwischen Israel und der Hamas.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres erklärte, dass „sich die Lage in Gaza verschlimmert“, betonte noch einmal die dringende Notwendigkeit eines Waffenstillstands und sagte: „Rafah ist ernsthaft bedroht“.

Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) warnte am Dienstag Ortszeit vor einer Bodeninvasion.

Der OCHA-Sprecher Jens Laerke sagte: „Nach dem humanitären Völkerrecht kann die wahllose Bombardierung besiedelter Gebiete ein Kriegsverbrechen darstellen“.