US-Kriegsszenarien in Venezuela; welche Strategien wird Maduro in Zukunft verfolgen?
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US-Kriegsszenarien in Venezuela; welche Strategien wird Maduro in Zukunft verfolgen?
ParsToady- Während die USA Pläne für eine militärische Intervention in Venezuela entwickelt haben, hat Caracas spezifische Strategien entworfen, um einer solchen entgegenzuwirken.
Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Venezuela deuten darauf hin, dass beide Seiten in eine neue Phase der Konfrontation in sicherheitspolitischen, militärischen und wirtschaftlichen Dimensionen eintreten. Die gegenseitigen Kalkulationen von Washington und Caracas haben die Situation zusätzlich verschärft. Laut ParsToday unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Mehr sind die USA entschlossen, unter dem Vorwand, den Drogenhandel in ihr Land zu bekämpfen, mit vielfältigeren Mitteln gegen Venezuela vorzugehen. Gleichzeitig tragen die Äußerungen des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro über die Fähigkeit seines Landes, Druck und möglichen Operationen entgegenzutreten, weiter zur Verschärfung der Spannungen bei.
Das erste Szenario betrifft Sicherheits- und Spionagemaßnahmen sowie Spezialoperationen in Venezuela. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete unter Berufung auf einen US-Regierungsverantwortlichen, dass die Operation gegen Venezuela in eine neue Phase mit veränderter Taktik eingetreten sei. Im Mittelpunkt dieser Maßnahmen steht die Ausweitung der verdeckten Operationen unter der Leitung des US-Geheimdienstes CIA. Die USA verfolgen weiterhin ihr Hauptziel, Maduro zu stürzen.
Das zweite Szenario sieht vor, dass nach Angriffen auf die Schiffe Bodenangriffe in Venezuela folgen könnten. Diese könnten von Luftangriffen auf venezolanische Militärstellungen oder Infrastruktur begleitet werden.
Das dritte Szenario sieht eine Erhöhung des wirtschaftlichen Drucks durch fortgesetzte Sanktionen vor. Das Ziel ist es, Venezuelas nationale Ressourcen zu schwächen und die wichtigsten Säulen der Wirtschaft des Landes zu schädigen.
Auch die diplomatische Option wird in Betracht gezogen, da die US-Regierungsverantwortlichen direkte Verhandlungen mit der venezolanischen Regierung bestätigt haben. Dies könnte ein Weg sein, eine weitreichende oder langwierige militärische Konfrontation zwischen den beiden Seiten zu vermeiden.
Venezuelas Optionen gegen US-Operationen
Caracas verfolgt mehrere konkrete Pläne, um den US-Szenarien entgegenzuwirken. An erster Stelle steht dabei die Anwendung von Guerilla-Taktiken, bei denen kleine Militäreinheiten in langfristige Widerstandsoperationen eingebunden werden.
Laut venezolanischer Sicherheitskreise sind rund 60.000 Angehörige der Armee und der Nationalgarde bereit, in einen längeren Krieg einzutreten. Maduro hat zudem angekündigt, dass acht Millionen Zivilisten im Bedarfsfall für die Verteidigung des Landes ausgebildet werden.
Die Regierung in Caracas setzt außerdem auf die Strategie, den Geheimdienstapparat und die die Regierungspartei unterstützenden bewaffneten Gruppen in einen möglichen Konflikt mit den USA einzubinden. Diese Strategie stellt einen umfassenden Mechanismus dar, der jede ausländische Intervention erschweren soll.
Sicherheitskreise schätzen, dass an diesem Szenario 5.000 bis 7.000 Geheimdienstmitarbeiter und Anhänger der Regierungspartei beteiligt sind. Mit dieser Strategie verfolgt Caracas das Ziel, die innere Front gegen die Destabilisierung des Landes zu stärken.
Während die USA auf den Rückgang der militärischen Fähigkeiten Venezuelas sowie auf die Schwächung der Unterstützung für die Regierung innerhalb der Sicherheitsinstitutionen setzen, betrachtet die Regierung in Caracas eine langfristige Widerstandsstrategie als Option. Diese würde die Kosten einer ausländischen Intervention erhöhen und diese verkomplizieren.