US-Analystin: Trump strebt ein geschwächtes Iran an
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ParsToday – Eine führende US-Expertin für Westasien ist der Ansicht, dass Präsident Donald Trump letztlich auf eine Schwächung von Iran abzielt.
(last modified 2026-02-12T13:30:34+00:00 )
Feb 12, 2026 14:25 Europe/Berlin
  • Barbara Slavin, Senior Research Fellow für Westasien am Washingtoner Thinktank „Stimson Center“
    Barbara Slavin, Senior Research Fellow für Westasien am Washingtoner Thinktank „Stimson Center“

ParsToday – Eine führende US-Expertin für Westasien ist der Ansicht, dass Präsident Donald Trump letztlich auf eine Schwächung von Iran abzielt.

Barbara Slavin, Senior Research Fellow für Westasien am Washingtoner Thinktank „Stimson Center“, erklärte, obwohl Trump möglicherweise als der Präsident in die Geschichte eingehen wolle, unter dessen Amtszeit das System der Islamischen Republik Iran zusammenbreche, sei für Washington vermutlich auch „ein geschwächtes Iran, das eine geringere Bedrohung für die USA und ihre Verbündeten in der Region darstellt“, ausreichend.

In diesem Zusammenhang analysierte die in Hongkong erscheinende Zeitung South China Morning Post die Bereitschaft der USA, gegenüber der Islamischen Republik Iran einen diplomatischen Ansatz zu verfolgen. Der Bericht verweist unter anderem auf Warnungen iranischer Verantwortlicher vor möglichen anti-iranischen Abenteuern der Trump-Regierung. Führende Vertreter Irans hätten klargestellt, dass ein Angriff der USA – angesichts der umfangreichen Stationierung von Kriegsschiffen und Kampfflugzeugen in der Umgebung Irans – mit einer Gegenreaktion in der gesamten Region beantwortet würde.

Dem Bericht zufolge betonen Experten, Washington müsse diese Warnungen ernst nehmen. Ali Alfoneh, Senior Fellow am Arab Gulf States Institute in Washington, erklärte, sollte die USA zu der Einschätzung gelangen, dass ihr strategisches Endziel der Sturz der Regierung in Teheran sei, verfüge die Machtstruktur in Iran über Mittel, um etwa durch Angriffe auf Energieinfrastruktur in der Region die globalen Märkte zu destabilisieren und steigende Benzinpreise in den USA zu verursachen. Dies könne Washington in einen langwierigen und zermürbenden Konflikt hineinziehen.

Barbara Slavin verwies zudem auf die jüngsten innenpolitischen Entwicklungen in Iran und erklärte, die Drohungen der Islamischen Republik seien im Vergleich zu früher ernster zu nehmen. Die iranische Führung sei nicht bereit, Schwäche zu zeigen, da sie befürchte, dies würde weitere Angriffe nach sich ziehen.

Abschließend hob die Analystin hervor, dass auch viele Staaten der Region kein Interesse an einer Eskalation zwischen den USA und der Islamischen Republik hätten. „Die arabischen Länder wollen nicht in das Feuer eines Konflikts zwischen Iran und den USA geraten“, sagte sie.