Vom „unberechenbaren“ Trump bis zur fragilen Wirtschaft: Zehn Gründe für das unausweichliche Scheitern der USA gegenüber Iran
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ParsToday – Ein ägyptischer Analyst hat eingeräumt, dass sämtliche Anzeichen für den Niedergang großer Mächte und Imperien heute in den Vereinigten Staaten sichtbar sind.
(last modified 2026-04-15T19:36:52+00:00 )
Apr 15, 2026 21:19 Europe/Berlin
  • US-Präsident Donald Trump
    US-Präsident Donald Trump

ParsToday – Ein ägyptischer Analyst hat eingeräumt, dass sämtliche Anzeichen für den Niedergang großer Mächte und Imperien heute in den Vereinigten Staaten sichtbar sind.

Wie ISNA berichtet, nennt der ägyptische Analyst Samih Askar zehn zentrale Indikatoren, die auf ein unvermeidbares Scheitern der USA hindeuten.

Nach Ansicht des Analysten lassen sich die Gründe wie folgt zusammenfassen:

Erstens: Eine korrupte, uninformierte und verantwortungslose Führung. Donald Trump lenkt die USA ohne Transparenz und demokratische Rückbindung und trifft Entscheidungen ohne strategisches Denken oder Rückgriff auf Berater. Dies habe die öffentliche Meinung in den USA und weltweit gegen den Krieg gegen Iran gewendet und diesen als einen ungerechten Krieg im Dienste extremistischer und partikularer Interessen erscheinen lassen.

Zweitens: Die USA werden von einer Persönlichkeit geführt, die als sprunghaft, impulsiv und psychisch instabil beschrieben wird. Eine solche Führungspersönlichkeit verfüge weder über Weitsicht noch über die Fähigkeit zu langfristiger Planung.

Drittens: Trump zeige Schwäche gegenüber dem christlich-zionistischen Einfluss innerhalb der USA und stehe unter dem Einfluss Israels. Dies habe Washington in einen Konflikt mit Iran geführt, aus dem ein Ausstieg äußerst schwierig sei.

Viertens: Die USA seien in eine Falle geraten, die der des Vietnamkriegs ähnelt. Trotz der vergleichsweise begrenzten Ressourcen Vietnams habe dessen hoher Widerstandswille die USA in einen langwierigen Krieg verwickelt, der 1973 mit dem Abzug der US-Truppen und 1975 mit dem Fall Saigons endete und zugleich die US-Wirtschaft durch Inflation und Verschuldung belastete.

Fünftens: Die Unfähigkeit der USA, einen Sieg zu erringen, könne Mächte wie China und Russland zu einem schrittweisen Eingreifen veranlassen – ähnlich wie im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, als Frankreich und Spanien in den Konflikt eintraten und letztlich zur Niederlage Großbritanniens beitrugen. Ein vergleichbares Muster sei auch im Vietnamkrieg zu beobachten gewesen.

Sechstens: Die US-Wirtschaft sei fragil, da sie stark vom „Petrodollar“ sowie von Investitionen aus den Golfstaaten im Bereich der künstlichen Intelligenz abhänge. Trumps Politik in Westasien, insbesondere im Zusammenhang mit der Straße von Hormus, könne diese Grundlagen gefährden und der US-Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen.

Siebtens: Die US-Gesellschaft gehöre zu den konsumorientiertesten der Welt und sei kaum in der Lage, einen langwierigen Krieg zu ertragen. Ein Rückgang des Wohlstands könne massive Proteste auslösen.

Achtens: Iran verfüge über entscheidende strategische Instrumente – darunter die Kontrolle über die lebenswichtige Straße von Hormus sowie eine geografische Lage, die einen leichteren Zugang zu Ressourcen und Versorgungswegen im Vergleich zu den USA ermögliche.

Neuntens: Die weltweite öffentliche Meinung – insbesondere nach den Entwicklungen in Gaza – sei von wachsender Empörung geprägt, was zusätzlichen Druck auf die Entscheidungsträger im Weißen Haus ausübe.

Zehntens: Iran habe in den vergangenen 47 Jahren eine weitgehende Selbstversorgung in den Bereichen Ernährung und Militär aufgebaut. Ein Krieg gegen ein derart widerstandsfähiges Land sei entsprechend äußerst schwierig.

Der Analyst kommt zu dem Schluss, dass die Kombination dieser Faktoren den strategischen Handlungsspielraum der USA erheblich einschränkt und die Erfolgsaussichten Washingtons im Konflikt mit Iran zunehmend infrage stellt.