Frankreich kritisiert Vertragsbruch der USA gegenüber Iran
Paris (ParsToday/Reuters) – Frankreichs Finanzminister hat Washington erneut für die Sanktionierung europäischer Unternehmen, die Geschäfte mit dem Iran unterhalten, kritisiert.
Bruno Le Maire sagte am Dienstag dazu, Paris habe bislang keine positiven Zeichen aus Washington zur gemeinsamen Forderung Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens empfangen, europäische Unternehmen, die Geschäfte mit Iran führen, von den Sanktionen auszunehmen.
Er fügte hinzu, die europäischen Firmen sind besorgt, von diesen Sanktionen betroffen zu werden und leider blieben ihre Forderungen bisher noch unbeantwortet.
Bereits davor hatte Frankreichs Finanzminister seine Besorgnis über den Austritt der USA aus dem Atomabkommen betont und hervorgehoben, dass Washington der Gendarm der Weltwirtschaft sein wolle. Dies sei laut Le Maire keineswegs akzeptabel und ein großer Fehler, der die internationale Sicherheit politisch, militärisch und auch wirtschaftlich gefährden kann.
Nach dem Austritt der USA aus dem Nuklearvertrag mit Iran teilte der Elysee-Palast in einer Erklärung mit, Paris tue alles in seiner Macht stehende, um die Interessen der französischen Handelspartner Irans gegenüber den Bedrohungen Washingtons zu wahren.