Eskalation der Gelbwesten-Proteste in Frankreich: Regierung setzt Sondersitzung an
Paris (ParsToday/Reuters) - Der französische Ministerpräsident Édouard Philippe und Innenminister Christophe Castaner werden über einen möglichen Ausnahmezustand in diesem Land beraten, um eine Fortsetzung der Ausschreitungen zu verhindern.
Darüber werden Philippe und Castaner heute in einer Sondersitzung sprechen, teilte der Sprecher der französischen Regierung Benjamin Griveaux mit.
Die Regierung muss über Maßnahmen nachdenken, die umgesetzt werden ,üssen, damit solche Ereignisse nicht wiederholt werden, fügte der Sprecher französischer Regierung hinzu.
Das französische Innenministerium hatte zuvor bekanntgegeben, dass mindestens 75.000 Menschen an den sogenannten Gelbwesten-Protesten in Frankreich teilnahmen.
Dabei kam es zu 190 Brandstiftungen und sechs Wohnungen wurden auch in Brand gesetzt.
Bei den Demonstrationen während der letzten Wochen in Frankreich sowie bei den Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten wurden hunderte Menschen verletzt. Die sogenannten Gelbwesten-Proteste wurden von der Bevölkerung weitgehend unterstützt. Der französische Präsident Emmanuel Macron beharrt auf dem Standpunkt zur Umsetzung der Wirtschaftspolitik.
Während der Ausschreitungen in Paris hatte es am Samstag 133 Verletzte und 412 Festnahmen gegeben. Das teilte die Polizei in einer ersten Bilanz mit. Die Proteste richten sich unter anderem gegen Steuererhöhungen, insbesondere für Kraftstoffe und hohe Lebenshaltungskosten. Als Erkennungszeichen tragen die Anhänger und Anhängerinnen der Bewegung gelbe Warnwesten.