Nach Doppelexplosion in Beirut: nur 17% der zugesagten Finanzhilfe sind geflossen
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New York (ParsToday/IRNA) - Bisher sind laut UNO-Angaben nur ein kleiner Prozentsatz der von den Geberländern versprochenen finanziellen Hilfen für den Libanon erfüllt worden.
(last modified 2026-04-12T09:21:42+00:00 )
Aug 29, 2020 05:44 Europe/Berlin
  • Nach Doppelexplosion in Beirut: nur 17% der zugesagten Finanzhilfe sind geflossen

New York (ParsToday/IRNA) - Bisher sind laut UNO-Angaben nur ein kleiner Prozentsatz der von den Geberländern versprochenen finanziellen Hilfen für den Libanon erfüllt worden.

Die finanziellen Verpflichtungen der Länder seien "ermutigend" gewesen, derzeit seien jedoch nur 17% dieser Hilfen realisiert worden, sagte Stéphane Dujarric, Sprecher des UN-Generalsekretärs.

Nach der Katastrophe von Beirut braucht der Libanon dringend Hilfe. Bei der von Frankreich vor gut zwei Wochen mitorganisierten Geberkonferenz, an der nach Pariser Angaben Vertreter von mindestens 36 Staaten und Organisationen teilnahmen, sollten über 250 Millionen Euro zusammenkommen.

"Wir arbeiten jetzt mit unseren Partnern im humanitären Bereich zusammen, um 344 Millionen US-Dollar aufzubringen, die für die Lebensbedürfnisse von 300.000 Menschen dringend benötigt werden, um ihre Situation für die nächsten drei Monate nach der Doppelexplosion im Beiruter Hafen zu verbessern", sagte er.

Der Sprecher des UN-Generalsekretärs fügte hinzu: "Abgesehen von der humanitären Hilfe benötigt der Libanon substanzielle und langfristige Hilfe, um die wirtschaftliche Situation wiederaufzubauen und zu verbessern."

 
Durch die Doppelexplosion im Hafen von Beirut vor knapp einem Monat sind in der libanesischen Hauptstadt nach offiziellen Angaben 182 Menschen ums Leben gekommen, etwa 6000 weitere verletzt und rund 300.000 Menschen obdachlos geworden. Außerdem entstand ein Sachschaden in Höhe von schätzungsweise 15 Milliarden US-Dollar. Nach Regierungsangaben waren 2750 Tonnen Ammoniumnitrat explodiert, das jahrelang ungesichert im Hafen gelagert worden war. Die genauen Ursachen der Explosionen sind noch unklar.