Ukraine: Russische Invasion hat 30 Prozent der Infrastruktur beschädigt
Kiew (IRNA) - Der ukrainische Minister für Infrastruktur, Alexander Kubrakov, sagte, dass die russische Invasion 30 Prozent der ukrainischen Infrastruktur beschädigt habe.
Laut Reuters haben ukrainische Verantwortungsträger zwar noch keine Angaben zu den finanziellen Auswirkungen des Krieges im Land gemacht, aber die Schäden in verschiedenen Gebieten der Ukraine, wie zerstörte Straßen, Häuser und Gebäude, werden auf etwa 500 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Seit Kriegsbeginn seien auch mindestens 300 Brücken ukrainischer Straßen zerstört oder beschädigt worden, hieß es weiter.
„Praktisch alle Teile unserer Verkehrsinfrastruktur sind beschädigt“, sagte der Infrastrukturminister der Ukraine am Montagabend gegenüber Reuters und fügte hinzu, er erwarte, dass die westlichen Länder den Wiederaufbau der Ukraine unterstützen.
Kubrakov fügte hinzu, dass eine breite Palette von Ressourcen zur Finanzierung des Wiederaufbaus des Landes eingesetzt werden könne.
Die Europäische Union (EU) versucht, einen internationalen Fonds zum Wiederaufbau der Ukraine einzurichten, während einige EU-Politiker die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte, einschließlich 300 Milliarden Dollar an Zentralbankreserven, für den Wiederaufbau der Ukraine gefordert haben.
In Bezug auf die Ukraine sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär Antonio Guterres, Stephane Dujarric, dass etwa 12 Millionen Menschen durch den Krieg in der Ukraine vertrieben wurden, rund 7 Millionen davon seien Binnenflüchtlinge.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab heute bekannt, dass die Ukraine 136 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen erlitten habe, bei denen 73 Menschen getötet und 52 weitere verletzt wurden. Das bedeute, dass in der Ukraine im Jahr 2022 mehr als 68 Prozent aller Angriffe auf das Gesundheitswesen weltweit erfolgt sind.
UN-Untergeneralsekretär Martin Griffiths sagte Reportern am Montag, dass er plane noch in dieser Woche in die Türkei zu reisen, um sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu treffen und zu erörtern, wie die UNO den Friedensprozess und die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland unterstützen könne.