EU schlägt Totalverbot für russisches Öl vor
Die EU plant, das russische Öl innerhalb von sechs Monaten auslaufen zu lassen. Der Plan stieß jedoch auf Widerstand einiger Mitgliedsstaaten, die stark von russischem Öl abhängig sind.
Die EU hat einige ihrer härtesten Maßnahmen gegen Russland vorgeschlagen. Dazu gehört ein totales Importverbot für Öl. Die EU sagt, das Paket ziele darauf ab, den Druck auf Russland zu maximieren. Brüssel plant den Ausstieg aus russischem Rohöl. Der Plan soll in sechs Monaten umgesetzt werden.
Ursula von der Leyen, EU-Chef:
„Heute werden wir vorschlagen, das gesamte russische Öl aus Europa zu verbannen. Dies wird ein vollständiges Importverbot für sämtliches russisches Öl, See- und Pipeline, Rohöl und Raffinerie sein. Wir werden sicherstellen, dass wir das russische Öl ordnungsgemäß auslaufen lassen."
Aber es gibt abweichende Stimmen innerhalb der EU. Ungarn will gegen den Plan ein Veto einlegen. Tschechien und Slowenien haben eine Übergangsfrist gefordert. Die Niederlande und Deutschland gehören zu den Top-Importeuren von russischem Öl.
Das Verbot würde die Ölpreise deutlich erhöhen. Die Sanktionen würden die Lebenshaltungskosten in Europa weiter erhöhen. Ein Großteil Europas steht vor einer Stagflation. Die Verbraucherpreisinflation stieg im April auf 7,5%. Das ist der höchste Wert, seit die EU vor 25 Jahren damit begann, Aufzeichnungen zu führen. Schuld daran sind vor allem die steigenden Kosten für Energie und Lebensmittel.