Japans Premierminister nimmt zum ersten Mal am NATO-Gipfel teil
Tokio (ParsToday) - Der japanische Premierminister Fumio Kishida plant, Ende Juni zum ersten Mal am NATO-Gipfel teilzunehmen, um seine Solidarität mit dem Westen zu bekunden.
Dies ist eine ungewöhnliche Offensivhaltung für einen japanischen Regierungschef. Kishida hat Russland wiederholt für das, was er als Kriegsverbrechen gegen die Ukraine bezeichnet, verurteilt.
In der Vergangenheit haben die japanischen Führer eine strenge Politik in Bezug auf ihre Beziehungen zu Russland verfolgt, da sich die beiden Länder seit Jahren über Landesdifferenzen streiten.
Der NATO-Gipfel findet vom 29. bis 30. Juni in Madrid, der Hauptstadt Spaniens, statt, der voraussichtlich mit dem Wahlkampf in Japan zusammenfallen wird.
Regierungsquellen teilten der Nachrichtenagentur Kyodo mit, dass Kishida die endgültige Entscheidung unter Berücksichtigung der politischen Situation vor den Parlamentswahlen treffen werde.
Die NATO hat Japan zusammen mit Australien, Neuseeland und Südkorea als Partner im asiatisch-pazifischen Raum eingeladen. Kishidas Anwesenheit auf dem Gipfel gilt als starke Botschaft der internationalen Solidarität mit der Ukraine-Krise.
Zuvor hatte der japanische Kabinettssekretär Hirokazu Matsuno angekündigt, dass die japanische Regierung die Sanktionen der Europäischen Union gegen den russischen Ölexport unterstützen werde.
Er betonte, dass Ölexporte ein wichtiges Instrument für Russland seien, um Devisen zu erwirtschaften, und Tokio begrüßt den Schritt der EU-Staaten, die zusammenarbeiten, um Japans Energieabhängigkeit von Russland weiter zu verringern.
Matsuno sagte, die Entscheidung sei für Japan schwierig gewesen, da es fast vollständig von Ölimporten abhängig sei, aber jetzt sei eine Zeit, in der die Einheit der Gruppe der Sieben von entscheidender Bedeutung sei.