EU-Außenbeauftragter: Möglichkeit einer Einigung bei Wiener Atomgesprächen nimmt ab
Brüssel (ParsToday/YJC News) - Die Möglichkeit, im Atomstreit mit Iran einer Einigung zu erzielen, nehme nach Ansicht des EU-Außenbeauftragten ab.
Auf seinem Twitter-Account schrieb der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell über sein jüngstes Gespräch mit dem Außenminister der Islamischen Republik Iran Hossein Amir-Abdollahian und behauptete, dass die Möglichkeit, durch die Rückkehr zum gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (JCPOA/Atomabkommen) eine Einigung zu erzielen, immer geringer werde.
„Aber mit mehr Anstrengung können wir eine Einigung erzielen“, twitterte Borrell. "Als Koordinator bin ich immer bereit, eine Lösung für die verbleibenden Streitigkeiten und Probleme anzubieten und Verhandlungen zu erleichtern."
Vor weniger als einem Monat bezeichnete Borrell vor Reportern am Rande des G7-Gipfels die Iran-Reise seines Stellvertreters Enrique Mora als positive und sagte: „Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm, die ausgesetzt wurde, werden bald wiederaufgenommen. "Ich glaube, dass in dieser Verhandlungsrunde Aussicht auf eine endgültige Einigung besteht."
Auf der anderen Seite, während sich die Wiener Gespräche in einer kritischen Phase befinden, haben die USA gemeinsamen mit dem EU-Trio (Frankreich, Großbritannien und Deutschland) eine Resolution für das Treffen des UN-Gouverneursrates nächste Woche vorbereitet, in der Iran aufgefordert wird, Fragen der Internationalen Atomenergiebehörde im Zusammenhang mit Befunden von Uranspuren in drei iranischen Atomanlagen zu beantworten.
Der Entwurf, der allen Mitgliedstaaten des UN-Gouverneursrates zugesandt wurde, fordert Iran auf, seinen rechtlichen Verpflichtungen so schnell wie möglich nachzukommen, und den Vorschlag des IAEA-Generaldirektors Rafael Grossi zur engeren Zusammenarbeit bei der Transparenz sowie bei der Lösung aller verbleibenden Fragen im Zusammenhang mit Sicherheitsvereinbarungen zu akzeptieren.