Russischer Botschafter in Dänemark einbestellt
Kopenhagen (ParsToday) - Aus Protest gegen die Annexion von vier in der Ostukraine an Russland hat das dänische Außenministerium den russischen Botschafter in Kopenhagen einbestellt.
Dem russischen Botschafter wurde dabei eine Protestnote gegen den Anschluss von Donezk, Saporischschja und Cherson an das russische Territorium übergeben.
Zuvor hatte das Außenministerium der Niederlande, Großbritanniens und Lettlands die russischen Botschafter zu einem ähnlichen Schritt nach der Unterzeichnung des Annexionsdokuments der vier Städte in der Ukraine an das russische Territorium vorgeladen.
Der russische Staatspräsident Wladimir Putin hatte am Freitag in Moskau die Abkommen zur Annexion von vier vollständig oder teilweise von Moskau kontrollierten Regionen in der Ukraine unterzeichnet.
Die Annexion sei „der Wille von Millionen Menschen“, die in „ihre historische Heimat zurückzukehren“ wollten, erklärte Putin. In der Region Donezk hätten 99,23% für den Beitritt zu Russland. In Luhansk 98,42. In Cherson 87,5% und in Saporischschja 90,1% gestimmt, hieß es dazu aus Russland.
Diese vier Regionen machen zusammen etwa 15 % der Fläche der Ukraine aus.
Der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die russische Annexion von vier besetzten ukrainischen Gebieten als illegal und unrechtmäßig zurückgewiesen.
Die USA reagierten mit der Einführung neuer Sanktionen gegen Russland auf die Annexion.