EU verlängert Einschränkungen für Getreideimporte
Brüssel (ParsToday/IRNA) - Die Europäische Union hat die Einschränkungen für die Getreideimporte aus der Ukraine bis zum 15. September verlängert.
Die EU-Handelsbeschränkungen betreffen konkret die fünf östlichen EU-Länder Bulgarien, Polen, Ungarn, Rumänien und die Slowakei. Dort dürften Weizen, Mais, Rapssamen und Sonnenblumenkernen aus der Ukraine nicht mehr frei gehandelt werden, betonte die EU am Montag.
Die Maßnahmen wären sonst in der Nacht ausgelaufen, doch sie seien wegen begrenzter Lagerkapazitäten vor der Erntesaison weiterhin erforderlich, hieß es zur Begründung.
Die EU-Kommission hat kürzlich bekannt gegeben, dass der Export von ukrainischem Getreide in diese Länder vom 2. Mai bis 5. Juni verboten ist, diese Länder jedoch in diesem Zeitraum als Transitrouten für ukrainische Agrarprodukte in andere europäische Länder fungieren.
In diesem Zeitraum werde die Lieferung von Mais, Weizen, Rapssamen und Sonnenblumenkernen aus der Ukraine an EU-Mitgliedsländer mit Ausnahme der fünf Länder, Bulgarien, Ungarn, Polen, Rumänien und Slowakei, fortgesetzt, so die EU-Kommission.
Ende März forderten die Ministerpräsidenten dieser fünf Länder in einem Schreiben an die Vorsitzende der EU-Kommission Ursula von der Leyen, Maßnahmen gegen negative Auswirkungen der Anhäufung von ukrainischem Getreide in diesen Ländern zu ergreifen.