Maghreb-Union protestiert gegen Besuch israelischen Parlamentsvorsitzenden in Marokko
Rabat (ParsToday/IRNA/Anadolu) - Die Maghreb-Union verurteilte den Besuch von Amir Ohana, dem Sprecher der zionistischen Knesset (Parlament), in Marokko, der für den heutigen Mittwoch geplant ist, weil sie Palästina unterstützt und sich gegen die Normalisierung der Beziehungen zum zionistischen Regime ausspricht.
Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu lehnte diese maghrebinische Union den Besuch des Vorsitzenden des zionistischen Parlaments in Marokko ab und bezeichnete diesen Besuch als unerfreulich.
Zur Unterstützung Palästinas forderte die Maghreb-Union außerdem alle Unterstützer der palästinensischen Sache im marokkanischen Parlament auf, ihren Widerstand gegen die Normalisierung der Beziehungen zum zionistischen Regime und die Anwesenheit von Amir Ohana im Parlament zu erklären.
Außerdem kündigte sie an, dass sie am Mittwoch eine Protestkundgebung vor dem marokkanischen Parlament gegen den Besuch des Knesset-Vorsitzenden veranstalten werde.
Amir Ohana wird am heutigen Mittwoch zu seinem ersten Besuch in Marokko erwartet, um die bilaterale Zusammenarbeit zu stärken.
Das zionistische Parlament gab am Dienstag in einer Erklärung bekannt, dass Ohana auf Einladung von Rachid Talbi El Alami, dem Vorsitzenden des marokkanischen Parlamentes, einen offiziellen Besuch abstatten werde.
Das marokkanische Parlament stimmte am 21. November 2022 dem ersten mit dem zionistischen Regime unterzeichneten Abkommen über internationale Dienstleistungen zu.
Am 16. Oktober 2021 hatte die marokkanische Regierung zwei Verträge mit dem zionistischen Regime im Bereich Flug-, Kultur- und Sportdienstleistungen unterzeichnet.
Die Beziehungen Marokkos zum zionistischen Regime wurden am 10. Dezember 2020 nach einer 20-jährigen Unterbrechung wieder aufgenommen. Der Grund für den Abbruch der Beziehungen im Jahr 2000 war die Zweite palästinensische Intifada.
Zuvor hatte Marokko ein Dreiparteienabkommen mit den USA und dem israelischen Regime unterzeichnet, wonach die USA die Westsahara als marokkanisches Territorium anerkennen, und Marokko gab im Gegenzug sein Einverständnis zur Wiederaufnahme der Beziehungen mit dem israelischen Regime bekannt.
Mehrere Mitglieder des marokkanischen Parlaments haben mehrfach betont, dass die Wiederaufnahme der Beziehungen zum israelischen Regime nicht bedeuten werde, die Unterstützung des Kampfes des palästinensischen Volkes und seines Rechtes auf die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates mit Al-Quds (Jerusalem) als Hauptstadt aufzugeben.
Das marokkanische Volk hat mehrfach seinen Widerstand gegen die Normalisierung der Beziehungen zwischen Marokko und dem zionistischen Regime durch Protest-Demonstrationen sowie die Verbrennung der israelischen Flagge zum Ausdruck gebracht.