CIA wusste vom ukrainischen Plan Nord Stream-Pipelines zu zerstören
Washington (ParsToday/Press TV) - Die Washington Post berichtete am Dienstag unter Berufung auf durchgesickerte Informationen im Internet, ein europäischer Geheimdienst habe dem CIA 3 Monate vor dem Anschlag von dem ukrainischen Plan berichtet, die Nord Stream-Gaspipelines zu sprengen.
Die CIA erfuhr im Juni 2022, dass ein 6-köpfiges Team einer ukrainischen Spezialeinheiten der Armee beabsichtigte, das Russland-Deutschland-Projekt in die Luft zu jagen, berichtete die Zeitung.
Die ukrainischen Militärtaucher, die den Anschlag geplant hatten, meldeten sich direkt beim militärischen Oberbefehlshaber des Landes.
Zwei der Pipelines von Nord Stream 1 versorgten Deutschland und weite Teile Westeuropas seit mehr als einem Jahrzehnt mit billigem russischem Erdgas. Ein zweites Pipelinepaar, bekannt als Nord Stream 2, war noch in der Fertigstellung und noch nicht in Betrieb.
Am 26. September 2022 kam es bei den Pipelines zu 3 großen Gaslecks, denen eine Reihe von Explosionen vorausgingen. Die heftigen Explosionen haben laut Moskau 3 der 4 Stränge des Nord Stream-Netzes vor der Küste der dänischen Insel Bornholm lahmgelegt.
Die 1.200 Kilometer langen Pipelines des russischen Gasriesen Gazprom sind derzeit nicht in Betrieb, aber sie enthalten noch Gas.
Dem Bericht der Washington Post zufolge soll Jack Teixeira, Mitglied der US Air National Guard, Geheimdienstberichte online auf Discord geteilt haben. Er wurde im April 2023 festgenommen und angeklagt.
Diese Zeitung berichtete weiter, dass die CIA die ukrainischen Pläne im Juni 2022 mit Deutschland und anderen europäischen Ländern geteilt habe.
Der Sprecher des Weißen Hauses, John Kirby, sagte am Montag, dass die Ermittlungen über den Nord Stream-Anschlag im Gange seien. „Das Letzte, was wir von diesem Podium aus tun wollen, ist, diesen Ermittlungen einen Schritt voraus zu sein“, sagte Kirby, als er nach der Berichterstattung der Washington Post zu diesem Thema gefragt wurde.
Im Februar enthüllte der renommierte amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh, dass die US-Marine in einer verdeckten Seeoperation die Sprengstoffe unter den Nord Stream-Gaspipelines platziert habe.
In einem ausführlichen Bericht, der in seinem Blog veröffentlicht wurde, behauptete Hersh unter Berufung auf seine eigene Untersuchung der Sabotage im September, dass die Sprengung der Unterwassergaspipelines Nord Stream1 und 2 in der Ostsee vom Weißen Haus angeordnet und von der CIA mit Hilfe der US Navy durchgeführt worden sei.
Hersh, ein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Journalist, der für seine Berichterstattung über US-Verbrechen während der Kriege in Vietnam und im Nahen Osten bekannt ist, erklärte, dass Tiefseetaucher der US-Marine unter dem Deckmantel von NATO-Marinemanövern den leistungsstarken C4-Sprengstoff unter den Gaspipelines platziert hätten.
Seinem Bericht zufolge zündete das norwegische Militär den Sprengstoff dann aus der Ferne, als es den entsprechenden Befehl erhielt.