Sudan weist UNO-Gesandten aus/ Weltorganisation reagiert
Khartum/New York (ParsToday/IranPress) – Militärregime hat den UNO-Gesandten, den Deutschen Volker Perthes, zu persona non grata erklärt und ausgewiesen.
UNO sprach dem Regime im Sudan das Recht ab, UNO-Gesandte zu „unerwünschten Personen“ zu erklären.
„Der Generalsekretär der Vereinten Nationen erinnert daran, dass das Prinzip „persona non grata „ nicht für das Personal der Vereinten Nationen gilt oder nicht anwendbar ist und dass die Ausweisung der UNO-Gesandten im Widerspruch zu den Verpflichtungen der Staaten gemäß der Charta der Vereinten Nationen steht“, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Freitag in New York.
Volker Perthers sei derzeit in Addis Abeba, sagte er.
Der Sudan gab am Donnerstag bekannt, dass er die Vereinten Nationen über diesen Schritt informiert habe.
Außerdem hatte Abdel Fattah Al-Burhan, der Oberbefehlshaber der sudanesischen Armee, zuvor die Vereinten Nationen gebeten, Perthers als ihren Gesandten in Sudan-Angelegenheiten zu ersetzen.
In einer Botschaft an die Vereinten Nationen behauptete Al-Burhan, der UNO-Gesandte im Sudan Volker Perthers habe den Chef der paramilitärischen Miliz Rapid Support Forces (RSF), Mohammed Hamdan Daglo, genannt Hemeti, zum Aufstand aufgerufen.
Die Anwesenheit von Perthers an der Spitze der diplomatischen Mission der Vereinten Nationen werde der Umsetzung dieser Mission, nämlich die Übergangsphase im Sudan zu unterstützen, nicht helfen, fügte er hinzu.
Seit Mitte April bekämpfen sich die Truppen von Militärchef Abdel Fattah Al-Burhan und dem RSF-Chef Mohammed Hamdan Daglo. Ihr Machtkampf droht die Region zu destabilisieren und auch ausländische Akteure haben ihre Finger im Spiel.
Mehrfach wurde ein Waffenstillstand verkündet, doch die Konfliktparteien verstoßen immer wieder dagegen.
Der Krieg im Sudan hat mehr als 1.800 Tote gefordert. Angaben der Vereinten Nationen zufolge wurden bislang mehr als eine Million Menschen im Sudan vertrieben und 300.000 Menschen haben in Nachbarländern Zuflucht gesucht.