UNHCR: Zahl der Flüchtlinge weltweit erreicht Rekord von 110 Millionen
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Genf (ParsToday/Al Alam/AP) – Laut dem UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sind weltweit aktuell so viele Menschen auf der Flucht wie nie zuvor. Rund 110 Millionen Menschen mussten ihre Häuser oder ihre Heimat wegen Kriegen, Konflikten, Verfolgung und Gewalt verlassen, berichtete das UNHCR am heutigen Mittwoch.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Jun 14, 2023 16:24 Europe/Berlin
  • UNHCR: Zahl der Flüchtlinge weltweit erreicht Rekord von 110 Millionen

Genf (ParsToday/Al Alam/AP) – Laut dem UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sind weltweit aktuell so viele Menschen auf der Flucht wie nie zuvor. Rund 110 Millionen Menschen mussten ihre Häuser oder ihre Heimat wegen Kriegen, Konflikten, Verfolgung und Gewalt verlassen, berichtete das UNHCR am heutigen Mittwoch.

Zwölf Monate zuvor waren es noch rund 100 Millionen gewesen. Zwei Drittel der Flüchtlinge, d.h. 62,5 Millionen, wurden innerhalb der Grenzen ihrer Heimatländer vertrieben, rund ein Drittel (35,5) sind ins Ausland geflohen, vor allem in Nachbarländer.

Die Zahlen seien verheerend, sagte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi. „Es ist ein Armutszeugnis für den Zustand unserer Welt“, meinte er. Den erneuten Anstieg erklärte Grandi mit neu begonnenen Kämpfen - etwa im Sudan oder in der Ukraine. "Diese Zahlen zeigen uns, dass manche Menschen viel zu schnell Konflikte anzetteln und viel zu langsam sind, um Lösungen zu finden", sagte er. "Die Folge ist Verwüstung, Vertreibung und Leid für Millionen von Menschen, die gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben werden."

Die Flüchtlinge kommen vor allem aus drei Ländern: aus Syrien (6,5 Millionen Menschen), der Ukraine und Afghanistan. Aus den beiden letztgenannten Staaten flohen mit 5,7 Millionen etwa gleich viele Menschen. Es folgen Venezuela (5,4 Millionen) und Südsudan (2,3 Millionen). Auf Platz eins der wichtigsten Aufnahmeländer liegt nach wie vor die Türkei mit 3,6 Millionen. Es folgen Iran (3,4 Millionen), Kolumbien (2,5 Millionen), Deutschland (2,1 Millionen) und Pakistan (1,7 Millionen).