UNRWA: Israels Kriegsmaschinerie hat 1,9 Millionen Menschen in Gaza vertrieben
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Gaza - Die wichtigste Organisation der Vereinten Nationen in Gaza gibt an, dass seit dem 7. Oktober nahezu 1,9 Millionen Menschen, mehr als 80 Prozent der Bevölkerung, aufgrund der unerbittlichen Bombardierung Israels vertrieben wurden.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Dez 05, 2023 08:14 Europe/Berlin
  • UNRWA: Israels Kriegsmaschinerie hat 1,9 Millionen Menschen in Gaza vertrieben

Gaza - Die wichtigste Organisation der Vereinten Nationen in Gaza gibt an, dass seit dem 7. Oktober nahezu 1,9 Millionen Menschen, mehr als 80 Prozent der Bevölkerung, aufgrund der unerbittlichen Bombardierung Israels vertrieben wurden.

Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge in Westasien (UNRWA) stellte einige aktuelle Informationen zur massiven Vertreibung der Palästinenser im blockierten Gebiet zur Verfügung.

In einer am Montag veröffentlichten Erklärung sagte UNRWA, dass israelische Luftangriffe auch dort andauern, wo Menschen zur Flucht gezwungen werden, beispielsweise in der Grenzstadt Rafah.

„Kein Ort ist sicher, weder dort noch irgendwo anderes in Gaza. Ein brutaler Krieg geht unvermindert weiter“, sagte die Agentur auf X. Bis zum 2. Dezember seien bei den israelischen Luftangriffen 111 UNRWA-Mitarbeiter getötet worden, hieß es.

In #Rafah where people are being forced to flee, no place is safe, not there and not anywhere in #Gaza read below from our @TomWhiteGaza @UNRWA, a brutal war continues, unabated https://t. co/P7B6sAisNe

— UNRWA (@UNRWA) December 4, 2023

Der UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini sagt, dass das, was Israel unternimmt, angesichts der unglaublichen Zahl getöteter Zivilisten und zerstörter Einrichtungen nicht einfach nur einen „Kollateralschaden“ darstellen könne.

In einer für Israel typischen einschüchternden Maßnahme hat das Regime die Palästinenser gezwungen, mehrere weitere Gebiete im blockierten Gazastreifen zu evakuieren. Das israelische Militär sagte am Sonntag, seine Bodenoffensive habe sich auf alle Teile des palästinensischen Territoriums ausgeweitet.

Viele wurden zu Beginn des Krieges vertrieben, als Israel die Palästinenser im Norden des Gazastreifens zwang, in den Süden zu ziehen, und behauptete, dass sie dort sicherer wären, obwohl gewarnt wurde, dass eine so große Vertreibung eine humanitäre Katastrophe darstellen würde.

In den Tagen und Wochen danach hat Israel jedoch auch die südlichen Gebiete ins Visier genommen. Viele betonen, dass es nirgendwo im Küstenstreifen sicher ist.

Israel hat am frühen Freitag die Bombardierung des Gazastreifens wieder aufgenommen, nachdem es das Ende eines einwöchigen Waffenstillstands mit der Befreiungsbewegung Hamas erklärt hatte.

Fast zwei Monate nach Beginn des blutigen Angriffs Israels auf Gaza verwüstet das Regime jeden Winkel des Territoriums und hinterlässt eine Spur von Tod und Zerstörung.

Im Norden hat das Regime die Flüchtlingslager Jabalia und Nuseirat attackiert. Auch eine Schule im Westen von Gaza-Stadt wurde getroffen, wo Tausende Vertriebene Zuflucht suchten. Im Osten haben die Regimekräfte mehr als 50 Häuser in Schutt und Asche gelegt. Mehrere Gebiete im Süden, darunter Khan Younis, wurden ebenfalls Ziel neuer israelischer Angriffe.

Nach Angaben der Hamas haben israelische Streitkräfte 14 Krankenhäuser direkt bombardiert. Nur wenige medizinische Einrichtungen auf dem palästinensischen Gebiet sind funktionsfähig und werden von Tausenden Verwundeten überschwemmt.

Gaza-Kommunikationsdienste vollständig eingestellt

Palästinensische Telekommunikationsunternehmen sagten, die Dienste in Gaza seien aufgrund der israelischen Bombardierung vollständig eingestellt worden.

„Wir bedauern, mitteilen zu müssen, dass alle Telekommunikationsdienste (Festnetz, Mobilfunk und Internet) in Gaza-Stadt und im Norden des Gazastreifens aufgrund der Abschaltung wichtiger Elemente unseres Netzwerks angesichts der anhaltenden Aggression verloren gegangen sind“, erklärte das Unternehmen PalTel in einem Beitrag auf Facebook.

„Unsere technischen Teams arbeiten unermüdlich mit allen verfügbaren Mitteln daran, die Dienste wiederherzustellen. “