Bombenentschärfung: 70.000 Menschen in Frankfurt werden evakuiert
Frankfurt (IRNA) - In Frankfurt am Main wird nach dem Fund einer 1.800 Kilo schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg die Evakuierungsaktion angelaufen.
Rund 70.000 Bewohner der Stadt müssen wegen der geplanten Entschärfung der Bombe ihre Häuser verlassen. Die britische Blockbuster -Bombe wurde in der Wismarer Straße nahe der Goethe-Universität in Frankfurt gefunden. Der innerstädtische Verkehr wird rund um den Fundort und die Sperrzone mit einem Radius von rund 1,5 Kilometern weiträumig umgeleitet, wie die Polizei mitteilte. Außer Tausenden Wohnungen müssen unter anderem zwei Krankenhäuser und 20 Altenheime geräumt werden. Die Evakuierung soll nach Angaben der Polizei bereits am Sonntag um 6 Uhr beginnen und erst am Abend gegen 20 Uhr zu Ende sein.
In den letzten Jahren wurden einige Bomben in verschiedenen Teilen des Landes gefunden. Im Dezember 2016 mussten rund 54.000 Menschen in Augsburg ihre Wohnungen wegen der Entschärfung einer Bombe von demselben Typ verlassen. Im Mai wurden zudem in Hannover etwa 50.000 Anwohner vorsorglich in Sicherheit gebracht, weil eine Bombe entschärft wurde. Die Hälfte der Bomben wurden damals auf Deutschland geworfen.
In den Jahren von 1940 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 sind rund 2,7 Millionen Tonnen schweren Bomben auf Europa geworfen worden, berichtete das Forschungsinstitut Smithsonian. Es wird geschätzt, dass 10% von ihnen nicht nicht explodiert und rund 100.000 Bomben in Deutschland unter der Erde begraben wurden.