Deutschland reduziert Wirtschaftbeziehungen zur Türkei
Berlin (Tabnak) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Entschlossenheit bekannt gegeben, zur Freilassung deutscher Staatsbürger aus türkischen Haftanstalten, die Wirtschaftbeziehungen zu Ankara einzuschränken.
In einem Interview mit der Tageszeitung Passauer Neue Presse vom Samstag kündigte Merkel an, sie werde gemeinsame Wirtschaftsprojekte mit der Türkei revidieren und zugleich die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Land reduzieren. Außerdem betonte sie die Fortsetzung der Verhandlungen mit der Regierung von Recep Tayyip Erdogan für die Freilassung der deutschen Staatsbürger aus türkischer Haft.
Berichten des deutschen Innenministeriums zufolge, sollen derzeit 54 deutsche Staatsbürger in türkischen Haftanstalten einsitzen, 19 davon wurden 2017 festgenommen, die weiteren zwischen den Jahren 2006 und 2016.
11 Deutschen wird die Beteiligung am Putschversuch im vergangenen Jahr vorgeworfen.
Laut Merkel stehen die meisten der inhaftierten deutschen Staatsbürger unter konsularischer Betreuung, manchen wird diese jedoch von der türkischen Regierung verwehrt.