Araghchi: General Soleimani war der „Architekt der Widerstandsachse“ in der Region
-
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi
ParsToday- Der iranische Außenminister Abbas Araghchi würdigte den verstorbenen Anti-Terror-Kommandeur und Märtyrer General Qassem Soleimani als „Architekten der Achse des Widerstands” in der Region.
Araghchi äußerte sich in einer Rede auf einer internationalen Konferenz, die dem Gedenken an das Vermächtnis Soleimanis gewidmet war. Dieser war im Januar 2020 von den USA ermordet worden.
„Hajj Qassem war der Architekt der ‚Achse des Widerstands‘ in der Region. Das Erbe dieser Architektur reicht weit über die aktuellen Strategien und praktischen Ansätze in der Außenpolitik hinaus“, sagte Araghchi.
In der gegenwärtig heiklen Phase der Weltgeschichte, in der die internationale Ordnung von einem vermeintlich rechtsbasierten System zu einer auf Gewalt basierenden Ordnung abgerutscht sei, sehe sich die Politik Irans, die sich für Gerechtigkeit einsetze, immer noch mit tyrannischen und arroganten Mächten konfrontiert, fügte er hinzu.
Er betonte, dass Iran den Diskurs des Widerstands weiterhin moralisch, politisch und rechtlich unterstützen werde.
Der iranische Spitzendiplomat betonte, dass sich viele die Zukunft der Region unter Israels „unbestreitbarer Vorherrschaft“ vorstellen, die Realitäten der Region und der Welt jedoch zeigten, dass Widerstand zu einer „unbestreitbaren geopolitischen Realität“ und zu einem der wichtigsten einflussreichen Akteure bei der Gestaltung der zukünftigen Ordnung in Westasien geworden sei.
Eine solche Ordnung sollte auf dem freien Willen der regionalen Nationen, der Achtung der nationalen Souveränität der Länder, der Gerechtigkeit sowie der bilateralen und multilateralen Zusammenarbeit beruhen und nicht auf Einschüchterung und den Intrigen außerregionaler Mächte, betonte Araghchi.
Am 3. Januar 2020 wurden General Soleimani, Kommandeur der Quds-Brigade der iranischen Revolutionsgarden (IRGC), und Abu Mahdi al-Muhandis, der stellvertretende Kommandeur der irakischen Volksmobilisierungseinheiten (PMU), sowie ihre Begleiter bei einem US-Drohnenangriff in der Nähe des internationalen Flughafens der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet.
Beide Kommandeure genossen in ganz Westasien hohes Ansehen, da sie eine Schlüsselrolle beim Kampf gegen die IS-Terrormiliz in der Region, insbesondere im Irak und in Syrien, spielten.