Larijani: Iran will keinen Krieg, wird aber Drohungen nicht nachgeben
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li Larijani, der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Irans
ParsToday- Mit Blick auf den jüngsten Streit zwischen Iran und den USA sagte der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Irans, dass Teheran keinen Krieg wolle, gleichzeitig aber den Weg fairer Verhandlungen verfolge und die Abschreckung stärke.
Laut ParsToday erklärte Ali Larijani, der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Irans, in einem Interview mit dem Sender Al Jazeera Qatar, dass Teheran bereit sei, faire Atomverhandlungen aufzunehmen, um Bedenken auszuräumen, ohne dabei die nationale Sicherheit des Landes zu gefährden.
Zu den jüngsten Gesprächen zwischen Iran und den USA in Maskat sagte der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Irans: „Auf die Forderungen der USA wurde nicht schriftlich reagiert, es fand lediglich ein Meinungsaustausch statt, ein Prozess, der noch andauert.“ Er fügte hinzu: „Auch die regionalen Länder unterstützen eine politische Lösung der iranischen Atomfrage.“
Larijani erklärte, Teheran stehe Verhandlungen positiv gegenüber, sofern diese fair und vernünftig seien und nicht der Zeitverschwendung dienten oder dazu, Themen außerhalb des nuklearen Rahmens durchzusetzen. Als mögliche gemeinsame Grundlage für ein Abkommen nannte er die Verhinderung des iranischen Atomwaffenerwerbs.
Zudem akzeptiere Iran die Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags (NPT). Von einer „Null-Anreicherung“ zu sprechen, halte Teheran jedoch für unrealistisch. Nukleares Wissen könne nicht durch politische Entscheidungen ausgelöscht werden und Iran habe legitime medizinische und Forschungsbedürfnisse, hieß es weiter.
Larijani fügte hinzu: „Das iranische Raketenprogramm wurde in den jüngsten Verhandlungen nicht angesprochen. Diese Frage ist Teil des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsabschreckungssystems des Landes und somit nicht verhandelbar.“
Er räumte die schweren Verluste der Hisbollah im Libanon sowie den Verlust von etwa dreitausend Menschenleben bei den jüngsten Zusammenstößen ein. Er betonte jedoch, dass die Bewegung ihre Stärke wiedererlangt habe und nun über die Fähigkeit verfüge, Israel entgegenzutreten.
Zur Gaza-Krise erklärte er außerdem: „Israel hat die Region zerstört und zahlreiche Verbrechen begangen, aber es ist ihm nicht gelungen, die Präsenz der Hamas in der Region zu beseitigen. Diese Bewegung regiert Gaza weiterhin, trotz mehr als zweijähriger schwerer Bombardierungen.“
Larijani fügte hinzu: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass eskalierende Spannungen denjenigen, die sie ausgelöst haben, nicht zum Vorteil gereicht haben.“ Er betonte, dass Iran auf alle Szenarien vorbereitet sei, ohne jedoch einen Konflikt entfachen zu wollen.
Er wertete die ablehnende Haltung von Ländern wie Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten gegenüber militärischen Aktionen als Zeichen des Verständnisses für die Gefahren einer regionalen Eskalation. Zudem erklärte er Irans Bereitschaft, die Beziehungen auf der Grundlage gegenseitigen Respekts zu vertiefen. Larijani lobte zudem Katars Rolle als Vermittler.
Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Irans führte aus: „Die Zusammenarbeit mit China und Russland basiert auf gemeinsamen Interessen, und deren Unterstützung für Iran im Sicherheitsrat deutet auf eine politische Partnerschaft hin. Irans Hinwendung zum Osten sei eine Folge des Vertragsbruchs des Westens.“