Aufhebung der Sanktionen gegen Iran steht im Mittelpunkt der Genfer Gespräche
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Aufhebung der Sanktionen gegen Iran steht im Mittelpunkt der Genfer Gespräche
ParsToday– Im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Iran und den USA in Genf stehen die Aufhebung der Sanktionen, die Wahrung des Rechts auf Urananreicherung und die strategische Geduld.
Mit seiner Initiative zu Zeit und Verhandlungsrahmen hat Iran den USA eine Wahl aufgezwungen: Entweder sie schließen ein ausgewogenes Abkommen oder die Pattsituation setzt sich fort.
Die zweite Runde der indirekten Atomverhandlungen zwischen der Islamischen Republik Iran und den USA findet unter Vermittlung Omans in Genf statt. Die effektive Aufhebung der Sanktionen und die Sicherung nationaler Interessen wurden von der iranischen Delegation unter der Leitung des iranischen Außenministers Abbas Araghchi als Hauptpunkte erklärt. Dies verdeutlicht Teherans Fokus auf greifbare und überprüfbare Ergebnisse.
Laut dem angekündigten Plan werden die Konsultationen in der omanischen Botschaft in Genf fortgesetzt. Dieser Weg war zuvor in Maskat eingeschlagen worden und wurde von beiden Seiten als positiv bewertet, wodurch die Grundlage für weitere Gespräche geschaffen wurde. Vor Beginn der Verhandlungen traf der iranische Außenminister mit Rafael Grossi, dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), zusammen, um die technischen Standpunkte Irans zu erläutern und die professionelle Zusammenarbeit im Rahmen der Sicherheitsvorkehrungen zu betonen.
Das Treffen Araghchis mit dem omanischen Außenminister Badr bin Hamad Al-Busaidi unterstrich die aktive Vermittlerrolle Maskats und dessen Unterstützung für eine ergebnisorientierte Diplomatie. Die omanische Seite lobte das Vorgehen Irans zur Wahrung des regionalen Friedens und der Stabilität und betonte die Notwendigkeit, die Bemühungen um eine für alle Parteien vorteilhafte Einigung fortzusetzen.
Teheran ist mit zwei konkreten Bedingungen in diese Verhandlungsrunde gegangen: Die Gespräche sollten sich auf die Nuklearfrage beschränken und das Recht auf Urananreicherung sollte anerkannt werden.
Experten gehen davon aus, dass der interne Zusammenhalt, die nukleartechnischen Fortschritte und die defensiven Abschreckungsfähigkeiten Irans dessen Verhandlungsposition stärken und die USA dazu bewogen haben, den diplomatischen Weg als kostengünstigere Option zu wählen. Die widersprüchlichen Aussagen sowie die geringe Präsenz der US-Delegation bei den Gesprächen werden hingegen als Zeichen gewertet, dass in Washington noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.
Das iranische Verhandlungsteam setzt unterdessen auf strategische Geduld und gutes Zeitmanagement, um die Verhandlungen auf ein faires und ausgewogenes Abkommen auszurichten. Dieses soll die Aufhebung der Sanktionen, wirtschaftliche Vorteile für das Land sowie Garantien für die nuklearen Rechte des iranischen Volkes beinhalten.
Laut dem iranischen Außenminister ist Teheran mit der Initiative und der Bereitschaft zu einem fairen Abkommen nach Genf gekommen. Er betrachtet jedes positive Ergebnis als abhängig vom politischen Willen und Realismus der Gegenseite.