Rakete „Emad“ und schwere Schläge gegen das zionistische Regime
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Rakete „Emad“ und schwere Schläge gegen das zionistische Regime
ParsToday – Nach einem neuen Angriff der USA und des zionistischen Regimes gegen Iran hat die Luft- und Raumfahrtstreitkraft der Islamischen Revolutionsgarden als Gegenmaßnahme die Operation „Wahres Versprechen 4“ mit dem Einsatz verschiedener ballistischer Raketen gegen feindliche Stellungen begonnen.
Wie ParsToday berichtet, starteten die USA und das zionistische Regime am 28. Februar 2026 einen Angriff auf Iran. Als Reaktion darauf begann die Luft- und Raumfahrtstreitkraft der Islamischen Revolutionsgarden die Operation „Wahres Versprechen 4“, die bislang in 41 Phasen unter Einsatz verschiedener ballistischer Raketen durchgeführt wurde.
In der Mitteilung Nr. 33 zur Operation „Wahres Versprechen 4“ erklärte die Öffentlichkeitsabteilung der Revolutionsgarden, dass in der 40. Angriffswelle eine koordinierte und integrierte Operation der Revolutionsgarden gemeinsam mit der Widerstandsbewegung in Libanon durchgeführt wurde. Die Operation erfolgte über einen Zeitraum von rund fünf Stunden kontinuierlichen Feuers unter dem Motto „Ya Amir al-Muminin (a. s.) “.
Dabei wurden Raketen der Typen „Qadr“, „Emad“, „Kheibar-Shekan“ und „Fattah“ durch die Revolutionsgarden abgefeuert, während Hisbollah in Libanon gleichzeitig eine breite Angriffswelle mit Drohnen und Raketen startete. Insgesamt wurden mehr als 50 Ziele in den besetzten Gebieten angegriffen. Nach Angaben der Revolutionsgarden sah sich der Feind dadurch mit einer neuen Realität auf dem Schlachtfeld konfrontiert.
Einsatz der Rakete „Emad“
Der Einsatz der ballistischen Rakete Emad durch die Luft- und Raumfahrtstreitkraft der Revolutionsgarden in den jüngsten Operationen gegen das zionistische Regime gilt als Hinweis auf die hohe Effizienz und die beträchtliche Zerstörungskraft dieses Systems.
Das iranische Verteidigungsministerium stellte die Langstreckenrakete „Emad“ als neue Generation bodengestützter ballistischer Raketen vor. Sie gilt als erste präzisionsgelenkte Langstreckenrakete Irans, deren Entwicklung und Produktion vollständig durch Fachleute der Luft- und Raumfahrtindustrie des Verteidigungsministeriums durchgeführt wurde.
Die Entwicklung der Rakete wird in Iran als Beleg dafür betrachtet, dass umfassende Sanktionen gegen das Land die technologische Entwicklung der nationalen Verteidigungsindustrie nicht aufhalten konnten. Gleichzeitig spiegelt sie die strategische Ausrichtung des Verteidigungsministeriums wider, die militärischen Fähigkeiten und die Abschreckungskraft der Islamischen Republik weiter auszubauen.
Die Rakete Emad war zudem eines der ersten Raketensysteme, das nach dem Atomabkommen von 2015 (JCPOA) getestet wurde und sowohl in internationalen Medien als auch unter militärischen Experten große Aufmerksamkeit auslöste.
Vorstellung der Rakete
Die ballistische Rakete Emad, entwickelt von der Verteidigungsindustrie des iranischen Verteidigungsministeriums, wurde am 10. Oktober 2016 im Beisein des damaligen Verteidigungsministers Hossein Dehghan sowie des später gefallenen Kommandeurs der Luft- und Raumfahrtstreitkraft der Revolutionsgarden Amir Ali Hajizadeh offiziell vorgestellt.
Der damalige Verteidigungsminister erklärte bei der Präsentation, dass die Entwicklung dieser Rakete Teil der Strategie sei, die Raketenkapazitäten der Streitkräfte zu erweitern und die effektive Abschreckungskraft Irans zu stärken.
Die Rakete sei die erste iranische Langstreckenrakete, die bis zum Moment des Aufpralls gesteuert und kontrolliert werden kann, wodurch eine deutlich höhere Zielgenauigkeit erreicht werde.
Nach Angaben des damaligen Kommandeurs Hajizadeh beträgt die Reichweite rund 1700 Kilometer, wodurch sie als eine der wichtigsten Komponenten zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Irans gilt.
Die flüssigkeitsbetriebene Rakete wurde bereits 2015 getestet, also ein Jahr vor ihrer offiziellen Vorstellung. Sie gehört zu den ersten iranischen Langstreckenraketen, deren Gefechtskopf mit steuerbaren Leitflächen ausgestattet ist, die eine Kurskorrektur in der Endphase des Fluges ermöglichen.
Einige libanesische Medien berichteten damals, dass der Name der Rakete zu Ehren des Hisbollah-Kommandeurs Imad Mughniyeh gewählt worden sei.
Technische Eigenschaften
Die ballistische Rakete Emad gehört zur Kategorie der boden-zu-boden-Raketen. Ihr Gewicht wird auf etwa 17 Tonnen, ihre Länge auf über 15 Meter und ihr Durchmesser auf rund 1,25 Meter geschätzt.
Es handelt sich um eine zweistufige Rakete mit Flüssigtreibstoff, deren Gefechtskopf etwa 750 Kilogramm wiegt. Die Reichweite liegt zwischen 1700 und 2000 Kilometern.
Angesichts der von den Revolutionsgarden betonten Verwendung von ein Tonnen schweren Gefechtsköpfen bei Angriffen gegen das zionistische Regime während des sogenannten Ramadan-Krieges wird davon ausgegangen, dass auch der Gefechtskopf der Emad-Rakete entsprechend verstärkt wurde.
Die Rakete gilt als Weiterentwicklung der Rakete „Qadr“ und kann technisch auch als Variante der „Shahab-3“ mit einem verbesserten Leitsystem betrachtet werden. Auffällig ist jedoch ihre kegelförmige Nasenstruktur, die sich von den beiden genannten Systemen unterscheidet.
Gründe für die Besorgnis westlicher Militärs
Mehrere Eigenschaften der Rakete sorgten nach ihrer Vorstellung für erhebliche Aufmerksamkeit bei militärischen Entscheidungsträgern des zionistischen Regimes und der USA.
Ein zentraler Faktor ist die hohe Fluggeschwindigkeit, die es der Rakete ermöglicht, die Raketenabwehrsysteme des zionistischen Regimes – darunter das System Arrow-3 – zu durchdringen. Diese Systeme wurden entwickelt, um ballistische Raketen noch vor dem Einschlag abzufangen. Tests zufolge besitzt die Rakete Emad jedoch die Fähigkeit, solche Abwehrsysteme zu überwinden.
Eine weitere wichtige Eigenschaft ist der manövrierfähige Gefechtskopf, der bis zum Moment des Einschlags gesteuert werden kann. Dadurch liegt die Treffgenauigkeit bei weniger als zehn Metern.
Die Leitflächen am Gefechtskopf ermöglichen eine präzise Steuerung in der Endphase des Fluges, was nach Einschätzung vieler Militäranalysten zu der hohen Zielgenauigkeit beiträgt.
Mobile Startsysteme
Ein weiteres Merkmal der Rakete ist ihr mobiles Startsystem, das den Transport und den Einsatz der Rakete unter verschiedenen Bedingungen ermöglicht.
Die Rakete kann sowohl von mobilen als auch von stationären Abschussplattformen gestartet werden. Die Vielfalt der Startplattformen gilt als ein wichtiger Faktor für die flexible Einsatzfähigkeit moderner Raketensysteme.
Auch der Flüssigtreibstoff der Rakete wird in Iran als technologischer Fortschritt im Bereich der Raketenantriebssysteme betrachtet.
Technische Daten
Gefechtskopfgewicht: 750 kg (davon etwa 450 kg Sprengstoff)
Reichweite: 1700 km
Maximale Flughöhe: 400 km
Lenksystem: Trägheitsnavigation mit steuerbaren Leitflächen bis zum Einschlag
Startplattform: stationär und mobil