USA setzen Bewaffnung von Kurden in Syrien fort
Washington (IRNA) - Trotz der Einwände der Türkei setzten die USA nach Angaben vom Pentagon die Bewaffnung der syrischen Kurden fort.
Der IS-Verantwortliche im US-Verteidigungsministerium Chris Maier teilte am Mittwoch mit, dass die USA den demokratischen Kräften Syriens (SDF) weiter Militärfahrzeuge und sehr präzise Ausrüstungen schicken. "Wir handeln sehr transparent in Bezug auf die Lieferung von Ausrüstungen und berichten der Türkei jeden Monat über diese Waffen und Fahrzeuge", fügte Maier hinzu.
Die USA bezeichnen die demokratischen Kräfte Syriens (SDF) als ihre Verbündeten im Krieg gegen die IS-Terrormiliz. Die Türkei betrachtet sie und die von den USA unterstützten kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK), welche von den USA und der Türkei als Terrororganisation eingestuft werden.
Die USA und die Türkei haben im Nordosten Syriens mit der Umsetzung ihrer Pläne für eine "Sicherheitszone" begonnen. Jüngst unternahmen gepanzerte Fahrzeuge der türkischen und der US-Truppen ihre erste gemeinsame Patrouille.
Die Regierung in Damaskus verurteilte den Einsatz. Es handele sich um eine "Aggression", deren Ziel es sei, "die Krise in Syrien zu verkomplizieren und zu verlängern", hieß es in einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur San'a unter Berufung auf eine Quelle im Außenministerium. Damaskus bekräftigte seine Ablehnung der geplanten "Sicherheitszone", die von der Regierung als Angriff auf die Souveränität und territoriale Integrität Syriens betrachtet wird.