Warum sind die regionalen Länder gegen die Unruhen in Iran?
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ParsToday- Die jüngsten Unruhen in Iran und Trumps Drohung eines militärischen Angriffs zur Unterstützung der sogenannten Protestierenden haben in der Region Besorgnis ausgelöst.
(last modified 2026-01-18T10:29:33+00:00 )
Jan 18, 2026 11:13 Europe/Berlin
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ParsToday- Die jüngsten Unruhen in Iran und Trumps Drohung eines militärischen Angriffs zur Unterstützung der sogenannten Protestierenden haben in der Region Besorgnis ausgelöst.

Laut ParsToday veröffentlichte die Webseite der Tageszeitung Daily Sabah am 15. Januar einen Artikel mit dem Titel: "Wer wünscht den 'Sturz der Regierung' in Iran?" Der Artikel untersucht die jüngsten Unruhen in Iran.

Geopolitische Entwicklungen in der Region

Aus der Sicht des Autors fanden die Unruhen in Iran statt, während die Region tiefe geopolitische Veränderungen erlebte. Die letzte große Entwicklung vor dieser Zeit war das islamische Erwachen, das die politische Struktur in Westasien und in Nordafrika änderte und den Weg für den Einfluss Irans auf Länder wie Syrien, den Libanon, den Irak und den Jemen ebnete. Diese Situation führte dazu, dass einige arabische Länder Iran als Destabilisierungsfaktor betrachteten, und unter Präsidentschaft von Donald Trump erreichte der Druck auf Teheran ihren Höhepunkt. Nach dem Ausbruch der COVID19-Pandemie und der Reduzierung der US-Unterstützung für ihre regionalen Verbündete konfrontierten sich Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten ebenfalls mit neuen Herausforderungen. Der Ukraine-Krieg führte auch zur globalen Instabilität. Deshalb entschieden sich Iran und Saudi-Arabien im Jahr 2023 für die Normalisierung ihrer Beziehungen und die Türkei verbesserte auch ihre Beziehungen zu den arabischen Ländern.

Folgen der Operation vom 7. Oktober und die Rolle Israels

Nach den Angriffen vom 7. Oktober 2023 wird das israelische Regime als Hauptquelle der Instabilität in der Region angesehen. Die israelischen Angriffe auf den Libanon, Syrien und Iran haben die Sicherheit der gesamten Region bedroht. Die Verletzung der Lufträume verschiedener Länder durch israelische Flugzeuge und sogar Angriff auf Katar zeigen die Zunahme der Spannungen in der Region. Das Zionistische Regime war auch an anderen Ereignissen beteiligt; von der Krise im Sudan und den Entwicklungen am Horn von Afrika bis hin zur Unterstützung für die Separatisten in Somaliland. 

Im Gegensatz dazu bemühen sich die Türkei, Saudi-Arabien, Katar und Ägypten, die regionalen Länder zu stärken und ihre Kapazitäten zu erhöhen. Diese Länder haben in Syrien investiert und auch ähnliche Haltungen gegenüber den Entwicklungen im Sudan und in Somaliland eingenommen. Iran hat auch ähnliche Meinung wie die Türkei und Saudi-Arabien.

Die Entwicklungen im Jemen und regionale Rivalitäten

Die jüngsten Luftangriffe Saudi-Arabiens stellten einen schweren Schlag für Israels Pläne im Jemen dar. Die Angriffe der Truppen des Übergangsrates im Südjemen, der versuchte, die Verhandlungen zwischen Saudi-Arabien und der Ansarullah-Widerstandsbewegung zu stören, wurden als Bedrohung für die Sicherheit Riads angesehen. Saudi-Arabiens schnelle Reaktion zeigte, dass das Land entschlossen ist, Israels Pläne am Horn von Afrika und im Roten Meer entgegenzutreten. Auch das jüngste Militärabkommen zwischen der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan lässt sich in diesem Kontext verstehen.

Der geopolitische Sinn der Unruhen in Iran

Westliche Medien präsentieren Reza Pahlavi als möglichen Anführer der Randalierer, aber die echte Unterstützung für ihn im Inland ist fraglich. Seine engen Beziehungen zum zionistischen Regime, seine Unterstützung für die israelischen Angriffe auf Iran und die Teilnahme seiner Anhänger an Protesten mit israelischen Flaggen deuten auf eine Verbindung der Unruhen zu den regionalen Plänen Tel Avivs hin. Einige Medien betrachten sogar die Zerlegung Irans als eine bessere Option für das zionistische Regime.

Wie reagieren die regionalen Länder auf diese Entwicklungen? Der türkische Außenminister hat auf die Rolle Israels bei den Unruhen in Iran hingewiesen. Der omanische Außenminister besuchte Teheran und Saudi-Arabien setzt diplomatische Kontakte mit Iran fort.

Warum sind die regionalen Länder gegen die Unruhen in Iran?

Das Schweigen der arabischen Länder, insbesondere die Anrainerstaaten des Persischen Golfes, resultiert aus der Sorge vor der Ausbreitung der Unruhen über ihre Grenzen hinaus und der Angst davor, zum Ziel Irans zu werden (im Falle eines US-Angriffs und der Vergeltungsanschläge Irans). Die Spannungen in Iran (wie von Washington und Tel Aviv gewünscht) Krisen hervorrufen können, dass kein Land allein bewältigen kann. Aus diesem Grund wünschen alle regionalen Akteure – mit Ausnahme des zionistischen Regimes- die Bewahrung der Stabilität in Iran.