Russland warnt USA vor Forsetzung ihrer Anti-Iran-Maßnahmen
Moskau (ParsToday/IRNA/DPA) - Russlands stellvertretender Außenminister hat gewarnt, dass die Bemühungen der USA, das Waffenembargo des Iran zu verlängern, zu einer Krise im UN-Sicherheitsrat führen könnten.
Sergei Ryabkov, Russlands Vizeaußenminister, sagte am Donnerstag: Russland überwacht alle Äußerungen von US-Regierungsvertretern zur Verlängerung des Waffenembargos des Iran und ist sich der Ansichten hochrangiger US-Regierungsverantwortliche zum gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (Atomabkommen) bewusst.
Die Position Moskaus sei klar, und kein Land dürfe die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates selektiv und teilweise umsetzen, fügte der russische Vizeaußenminister hinzu.
Die Vereinigten Staaten hätten sich vor zwei Jahren aus dem Atomabkommen zurückgezogen und damit eindeutig gegen die Resolution 2231 verstoßen, unterstrich Ryabkov.
Russland und China haben sich gegen eine Verlängerung des Waffenembargos gegen Iran ausgesprochen, und Experten und Diplomaten sind der Meinung, dass die beiden Länder gegen jeden US-Plan, der auf eine Verlängerung des Iran-Waffenembargos hinausläuft, ein Veto einlegen werden.
Das Waffenembargo des Iran läuft im Oktober 2020 gemäß der Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates aus.
US-Präsident Donald Trump, der selbst am 08. Mai 2018 den Rückzug seines Landes aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran sowie die Wiedereinführung von Sanktionen gegen Teheran bekanntgab, will er nun den Deal als Hebel nutzen, um zu verhindern, dass im Oktober das UN-Waffenembargo gegen Iran ausläuft - was wiederum in dem Vertrag und in der UN-Resolution 2231 ist.
Teheran hat diese Forderung der USA als „dumme Bemerkung“ gewertet, die man ignorieren werde. „Dumme Bemerkungen seitens der Amerikaner sind ja nichts Neues“, sagte Außenminister Mohammed-Dschawad Zarif am Donnerstag. „Besonders, wenn sie von Leuten kommen, die empfehlen, Desinfektionsmittel zu trinken, um sich nicht mit dem Corona-Virus zu infizieren.“