Russland erklärt sich zur Zusammenarbeit mit Deutschland im Fall Nawalny bereit
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Moskau (ParsToday/IRNA) - Laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, ist Moskau immer bereit, mit Deutschland bezüglich der Situation um den russischen Oppositionsführer Alexej Nawalny zusammenzuarbeiten.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Sep 06, 2020 19:20 Europe/Berlin
  • Russland erklärt sich zur Zusammenarbeit mit Deutschland im Fall Nawalny bereit

Moskau (ParsToday/IRNA) - Laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, ist Moskau immer bereit, mit Deutschland bezüglich der Situation um den russischen Oppositionsführer Alexej Nawalny zusammenzuarbeiten.

"Berlin hat bislang keine Antwort auf die diesbezüglichen Forderungen Moskaus gegeben", sagte Sacharowa.

Sie merkte an, es sei im Interesse Berlins, unverzüglich auf die Anfrage der russischen Generalstaatsanwaltschaft zu reagieren, die bereits am 27. August an die deutschen Behörden übergeben worden war.

Das russische Außenministerium schickte nach eigenen Informationen eine offizielle Anfrage nach Deutschland und warte nun auf eine Antwort.

Kreml-Sprecher Dimitri Peskov hatte zuvor erklärt, man habe Nawalny vor der Abreise nach Deutschland auf Gifte untersucht und keine gefunden. Trotzdem sei Russland zur allseitigen Zusammenarbeit mit Deutschland zur Aufklärung des Falls bereit. Peskov ergänzte, dass Berlin bislang keine Antwort auf offizielle Anfragen gegeben und Moskau über seine Schlussfolgerungen nicht unterrichtet habe.

Der russische Oppositionspolitiker Nawalny, der nun vom Westen unterstützt wird, war am 20. August auf einem Flug in Russland plötzlich ins Koma gefallen. Eine Woche später gelang es der russischen Opposition, von Präsident Putin die Erlaubnis zu bekommen, Nawalny nach Deutschland zu bringen.

Die deutsche Bundesregierung erklärte vor kurzem, dass Nawalny "zweifelsfrei" mit einem chemischen Nervenkampfstoff aus der sogenannten Nowitschok-Gruppe vergiftet worden sei.

Die russische Regierung hat den Vorwurf der Vergiftung zurückgewiesen und der Bundesregierung eine Verzögerung der Ermittlungen vorgeworfen.