Ulyanow: Möglichkeit zur Wiederaufnahme der Wiener Atomgespräche besteht
Wien (ParsToday/FarsNesw) - Russlands Gesandter bei den in Wien ansässigen internationalen Organisationen hat die Unterbrechung der Wiener Gespräche über die Aufhebung der Sanktionen eine Fehlentscheidung des Westens genannt.
Mikhail Ulyanov übte am vergangenen Freitag an der "falschen Entscheidung" des Westens, die Wiener Gespräche zur Aufhebung der Sanktionen von vor drei Monaten auszusetzen, sowie an der Herausgabe einer Anti-Iran-Resolution des Gouverneursrates der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) und gab bekannt, trotz des Beschlusses könnten die Wiener Gespräche zur Aufhebung der Sanktionen noch erfolgreich abgeschlossen werden.
Am 10. März sei der Text der Vereinbarung in den Wiener Gesprächen über die Aufhebung der Sanktionen fertiggestellt worden, und in der Diskussion über die Aufhebung der Sanktionen seien in mehr als 99 % Streitpunkten Einigung erzielt worden, und es habe noch kleine Probleme gegeben, die binnen einem oder zwei Tagen hätten gelöst werden können, fügte Ulyanow hinzu.
Die Wiener Gespräche zur Aufhebung der Sanktionen sind durch Initiativen des iranischen Verhandlungsteams vorangekommen, aber die Versäumnisse westlicher Parteien, insbesondere der Biden-Administration, die rechtswidrigen Handlungen der ehemaligen US-Regierung zu kompensieren sowie die Fortsetzung der Politik "des maximalen Drucks" haben ernsthaften Zweifel an der Ernsthaftigkeit Washingtons zur Rückkehr zum gemeinsamen umfassenden Aktionsplans (JCPOA) aufkommen lassen, was letztlich zur Verlängerung des Gesprächsprozesses geführt hat.
Die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben am Mittwoch dem Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) einen Resolutionsentwurf vorgelegt, der mit 30 Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen (Russland und China) und drei Enthaltungen( Pakistan, Indien und Libyen) angenommen wurde. Darin wird Teheran aufgefordert, mit den IAEA-Inspektoren zusammenzuarbeiten.
Daraufhin kündigte Iran auch den Betrieb weiterer Zentrifugen zur Anreicherung von Uran an. Zudem gab Iran die Abschaltung mehrerer IAEA-Überwachungskameras bekannt. Die Kameras seien eine „Geste des guten Willens“ gewesen, von der IAEA aber als „Verpflichtung verstanden“ worden, hatte die iranische Atombehörde dazu erklärt.