IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi wiedergewählt
Wien (ParsToday/Tabnak) - Die Mitglieder des Gouverneursrates der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA/IAEO) haben den derzeitigen Generaldirektor dieser Agentur Rafael Grossi für eine weitere Amtszeit von vier Jahren wiedergewählt.
Der IAEA-Gouverneursrat stimmte gestern (Freitag) auf seiner vierteljährlichen Sitzung über die Amtszeit des Generaldirektors dieser Organisation.
35 Mitglieder des IAEO-Gouverneursrates für 2022-2023 sind Argentinien, Australien, Brasilien, Bulgarien, Burundi, Kanada, China, Kolumbien, Costa Rica, Tschechische Republik, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Guatemala, Indien, Irland, Japan , Kenia, Südkorea, Libyen, Namibia, Pakistan, Katar, Russische Föderation, Saudi-Arabien, Singapur, Slowenien, Südafrika, Schweiz, Türkei, England und Nordirland, Amerika, Uruguay und Vietnam.
„Mikhail Ulyanov“, Russlands Vertreter bei den in Wien ansässigen internationalen Organisationen gab in einer Twitter-Nachricht bekannt, dass „Rafael Grossi“ für die zweite Amtszeit von vier Jahren zum Generaldirektor der Atombehörde gewählt wurde.
Der 62-jährige argentinische Diplomat wurde am 3. Dezember 2019 zum Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde gewählt und wird dieses Amt bis zum 2. Dezember 2027 innehaben.
Grossi studierte Politikwissenschaften an der Päpstlichen Katholischen Universität von Argentinien (1983), sowie Internationale Beziehungen am Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung in Genf (1991). Dort promovierte er auch in Geschichte und internationaler Politik.
1985 trat er in den argentinischen diplomatischen Dienst ein und war zunächst in der Abteilung für nukleare Angelegenheiten und Abrüstung tätig.[2] Von 1998 bis 2002 war er Leiter der Kanzlei der argentinischen Botschaft in Brüssel, vertrat Argentinien von 1998 bis 2001 bei der NATO, und war von 2002 bis 2007 Kabinettschef des Generaldirektors der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag.
Seine Positionen zum Nuklearprogramm der Islamischen Republik Iran und zum gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action /JCPOA) hatten Höhen und Tiefen, die vor allem von den Ansätzen der Vereinigten Staaten, der europäischen Troika (England, Frankreich und Deutschland) des israelischen Regimes beeinflusst wurden.