Jul 16, 2017 05:12 CET

Der Steppenfuchs ist eine der vier Fuchsarten im Iran. Diese Art gilt im Iran als gefährdet.

seltene Pflanzen und Tiere im Iran

Der Steppenfuchs   ist eine von den vier Fuchsarten, die es im Iran gibt.  Bei Jägern ist dieses Tier wegen seines wertvollen Felles sehr begehrt und daher ist die Population dieser Fuchsart im Iran erheblich zurückgegangen, so dass die Gefahr des Aussterbens droht. 

Korsak - turkmenischer Fuchs

 

Der Steppenfuchs nennt sich in der Fachsprache Vulpes corsac  oder Korsak. Aber im Iran wird er Ruba turkmani (turkmenischer Fuchs) oder Ruba sar-e dom sia  genannt.  Der letztgenannte Name deutet auf das Schwarz (sia)  der Haare am Schwanzwedel (dom) hin.   Sein Lebensraum sind trockene Steppen und Halbwüsten. Er meidet die Vollwüsten, in denen es Wanderdünen gibt, ebenso wie Wälder und Gebirgsgegenden.  Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Turkmenien nach China , zur  Mongolei  und Nordmandschurei, und bezieht auch Tibet und Teile von Afghanistan und Iran mit ein.  In der Islamischen Republik Iran lebt er in der Mehrheit in der nördlichen Provinz Golestan und in der nordöstlichen Ebene  Dascht-e Turkmen-Sahra (Tal der Turkmenen) .

Verteilungsgebiet für den Korsak

 

 

Der Rumpf des turkmenischen Fuchses ist kleiner als der von anderen Füchsen, aber seine Läufe sind länger. Auffallend ist die im Vergleich kürzere Schwanzrute.  Diese  reicht im Gegenteil zu anderen Fuchsarten nicht bis zum Boden.  Die Farbe der Haare des Schwanzes ist ebenso anderes nämlich dunkelbraun oder schwarz .  Im Winter trägt der turkmenische Fuchs ein sehr langhaariges grau bis weißes Fell. Doch das Sommerfell ist rötgelblich und kurzhaarig.  Der Schädelknochen ist breit und die Zähne sind kurz.  Unter der Schnauze ist das Fell weiß. Der Rumpf ist circa 50 bis 60 cm lang und die Länge der Schwanzrute schwankt von 22 bis 34 cm.  Je nach den Lebensbedingungen wird dieses Tier 3 bis 12 Jahre alt. 

Der Korsak heißt in der Landessprache Ruba turkmani

 

Der turkmenische Fuchs  braucht nicht viel Wasser und er deckt seinen Wasserbedarf in der Hauptsache aus seiner Nahrung. Letztere besteht aus kleinen Nagetieren wie Hasen und Mäusen, sowie aus Vögeln und Vogeleiern. Aber er verachtet auch Kriechtiere und Lurche oder  Insekten nicht.  Der Steppenfuchs ist ein geschickter Jäger. Er kann sogar Igel erbeuten. Dies sieht man an deren Resten, die oft in der Nähe des Fuchsbaus  zurückgeblieben sind.   Manchmal  macht er auch Jagd auf größere Tiere oder er ernährt sich von Kadavern oder aus  Abfällen.  Auch wenn das Tier hauptsächlich ein Fleischfresser ist, so  begnügt es sich insbesondere wenn es kein Tier fangen konnte,  mit Pflanzen oder Früchten.  Seine Feinde in der Natur sind der Wolf und große Raubvögel wie der Adler. 

 

Dieser Fuchs ist ein schlaues Tier. Er kann auf der Flucht laufend eine Wende um 180 Grad machen und seine Verfolger dauernd in eine andere Richtung zwingen.  Der turkmenische Fuchs und der nordamerikanische Graufuchs sind die einzigen  Fuchsarten, die bei Gefahr auf einen Baum flüchten können. Aber der turkmenische Fuchs  kann bei tiefem Schnee nicht jagen und bei harten Wintern sucht er nach einem festen Unterschlupf wo er bleiben kann. Die Füchse die in nördlicheren Gebieten leben, legen sogar im Winter bis zu 600 km in Richtung Süden zurück. Um sich vor dem Schnee und vor Buran und Feinden in Sicherheit zu bringen, sucht der turkmenische Fuchs nach einem unterirdischen Versteck.  Er könnte sich zwar selber ein Loch graben, aber er beschlagnahmt  lieber in einen fertigen Bau ein, wie den eines Maulwurfes  eines Iltis oder  Eichhörnchens. 

Der turkmenische Fuchs ist nachtaktiv und wird am Tag selten gesichtet. Vielleicht ist das einer der Gründe davor, dass das Tier im Iran  noch nicht ganz ausgestorben ist, denn so ist es vor den Jägern am Tag sicher.   Im Vergleich zu anderen Fuchsarten ist der turkmenische oder Steppenfuchs geselliger. Manchmal leben diese Füchse  in einer Gemeinschaft in einem Unterschlupf. In  manchen Gebieten sind ihre  Einzelbauten miteinander verbunden.  Die kleineren Tiere hausen in den Löchern, die  Maulwürfe oder  Eichhörnchen  angelegt haben. Im Winter gehen sie  in kleinen Gruppen gemeinsam auf die Jagd, weil dies mehr Erfolg verspricht.

Paarungszeit des turkmenischen Fuchses ist der Winter. Nach 49 bis 51 Tagen kommen die Jungen  zur Welt. Bis dahin bereitet das Weibchen in  der Tragezeit einen Unterschlupf vor. Jeder Wurf beträgt 2 bis 7 Jungen. Die kleinen Füchse wiegen 50 bis 80 Gramm. Bis zum Herbst  des darauffolgenden Jahres  bleiben die Jungtiere mit den  Eltern zusammen und trennen sich erst Ende Herbst und beim Herannahen des Winters von ihnen. Füchse sind im Alter von einem Jahr ausgewachsen und fortpflanzungsfähig. 

 

 

 Die  unererlaubte Jagd auf den turkmenischen Fuchs bedroht diese Art am meisten. Dieser Fuchs ist zwar sehr geschickt  und kann dauernd die Richtung wechseln aber dennoch erreicht er keine hohe Geschwindigkeit und daher wird er schnell zur Jagdbeute.  Zum Schutz des Tieres im Iran  sind inzwischen Fernkameras installiert worden, um sowohl sein Verhalten und die Bedingungen des Lebensraumes zu beobachten, als auch einer unerlaubten Jagd auf das Tier vorzubeugen.