Das Ende der Ära der einseitigen und gebieterischen Anordnungen des Westens
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ParsToday – Majid Nili, der iranische Botschafter in Deutschland, reagierte auf die Äußerungen von Bundeskanzler Merz nach dessen Telefonat mit US-Präsident Donald Trump.
(last modified 2026-05-17T06:34:27+00:00 )
May 17, 2026 06:49 Europe/Berlin
  • Der iranische Botschafter in Deutschland Majid Nili
    Der iranische Botschafter in Deutschland Majid Nili

ParsToday – Majid Nili, der iranische Botschafter in Deutschland, reagierte auf die Äußerungen von Bundeskanzler Merz nach dessen Telefonat mit US-Präsident Donald Trump.

Nili sagte: „Die Ära der einseitigen und gebieterischen Anordnungen ist vorbei.“

Merz hatte nach dem Telefonat mit Trump auf dem Rückflug aus China in einem Beitrag auf X behauptet: „Iran muss an den Verhandlungstisch zurückkehren, die Straße von Hormus muss geöffnet werden und Teheran darf keine Atomwaffen besitzen.“

Der iranische Botschafter in Deutschland antwortete entschieden auf diese Äußerungen und wies die unbegründeten Behauptungen zurück und betonte, dass Iran niemals nach Atomwaffen gestrebt habe und sehr wohl wisse, was richtig und was falsch sei.

Er fügte hinzu: „Wenn das Ziel des Westens Druck und Gier sind, dann liegt die Erfahrung der gescheiterten Kriegsbefürworter aus den USA und Israel vor allen.“

Ein zentraler Punkt der Antwort des iranischen Botschafters auf die Aussagen des Bundeskanzlers ist die Offenlegung des offensichtlichen Widerspruchs von Merz und anderen europäischen Führern, die sich als Vertreter von Frieden und Humanität darstellen. Nili wies die deutschen Regierungsverantwortlichen darauf hin, dass sie, wenn ihnen der Frieden wirklich am Herzen liegt, zunächst die gezielte Tötung von Kindern in der Schule von Minab durch US-Aggressoren als menschliche Verantwortung verurteilen müssten.

Am ersten Tag der militärischen Aggression gegen Iran griff die US-Armee die Schule Shajareh Tayyebeh in Minab im Süden des Landes mit mehreren Tomahawk-Raketen an. Bei diesem entsetzlichen Verbrechen wurden 168 Schülerinnen und Schüler getötet. Die iranischen Kinder verbrannten im Feuer der US-Bomben. US-Vertreter prahlen mit diesem Verbrechen, während keine der europäischen Regierungen, die Humanität für sich beanspruchen, bisher auf dieses furchtbare Verbrechen reagiert hat. Selbst die Verbündeten der USA außerhalb Europas blieben angesichts der Ermordung von Dutzenden unschuldiger Kinder stumm.

Weltweit wurden schockierende Bilder der getöteten Kinder verbreitet. Doch von Berlin bis Paris und von London bis Rom veröffentlichte keine europäische Regierung auch nur eine Erklärung, in der sie die Verbrechen verurteilte. Weder Friedrich Merz noch seine europäischen Amtskollegen waren bereit zuzugeben, dass die Tötung von 168 Kindern unter 10 Jahren durch die USA und Israel ein Verbrechen ist. Dieselben Regierungen, die bei jedem Vorfall in der Ukraine oder in verbündeten Ländern schnell Resolutionen verabschieden und umfangreiche diplomatische Maßnahmen ergreifen, blieben angesichts des direkten Massakers an iranischen Kindern durch ihren strategischen Verbündeten vollkommen stumm. Dieses Schweigen zerstört die moralische und menschenrechtliche Glaubwürdigkeit des Westens vollständig.

Wenn Merz als designierter Bundeskanzler Deutschlands in Abstimmung mit Trump Iran „Müssen“ und „Nicht-Müssen“ vorschreibt, aber kein Wort über die Mörder der 168 iranischen Kinder verliert, macht er sich mitschuldig an diesem Verbrechen. Die Islamische Republik Iran weiß sehr wohl, welche brutale und koloniale Logik hinter dieser Rhetorik steckt. Der Westen will Iran von seinen legitimen Rechten wie der friedlichen Nutzung der Atomenergie und der geopolitischen Lage im Persischen Golf und der Straße von Hormus ausschließen. Doch wenn europäische Regierungen und die USA Verbrechen begehen, hat niemand das Recht, sie zu verurteilen.

Der iranische Botschafter in Deutschland erklärte entschieden: „Die Ära der einseitigen und gebieterischen Anordnungen ist vorbei. Iran von heute, der sich Sanktionen, Attentaten und großen Kriegen widersetzt hat, ist ein Land, das gezeigt hat, dass es kein Druck in die Knie zwingen kann. Solange europäische Regierungen die Mörder iranischer Kinder nicht klar verurteilen, haben sie kein Recht, Iran moralische Empfehlungen zu geben.“