Russland nennt US-Maßnahmen gegen Atomabkommen "wirtschaftliche Erpressung"
Wien (ParsToday) - Russlands ständiger UN-Botschafter in Wien hat den US-Druck auf europäische Länder zum Ausstieg aus dem Atomabkommen als "wirtschaftliches Erpressung" bezeichnet.
Mikhail Oliyanov unterstrich gestern, dass die Amerikaner andere Länder nicht daran hindern könnten, ihren wirtschaftlichen Verpflichtungen gemäß einer vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen genehmigten Vereinbarung nachzukommen.
Er fügte hinzu, das US-Vorgehen gegenüber dem Atomabkommen mit Iran sei illegal und völlig willkürlich.
Schon in den ersten Tagen nach der Umsetzung des Atomabkommens (am 16. Januar 2016) begannen USA, die Umsetzung des Deals zu stören und versuchten auch, den wirtschaftlichen Nutzen Irans aus dem Vertrag zu reduzieren. Mit dem Einzug Trumps ins Weiße Haus wurden diese Sabotagen verstärkt und er drohte wiederholt mit dem Rückzug seines Landes aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran sowie der Wiedereinführung von Sanktionen, was auch schließlich am 08. Mai geschah.
Dieser Schritt Trumps stieß auf heftige Kritik in der Welt, insbesondere bei den anderen Unterzeichnerstaaten des Atomabkommens.