Kreml: Sanktionen gegen Russland schaden den Europäern
Moskau (ParsToday/IRNA) - Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gab bekannt, die Sanktionen gegen Russland würden den Europäern insbesondere der deutschen Wirtschaft schaden.
Es sei unprofessionell, gegenüber negativen Auswirkungen der Sanktionen auf europäische Länder zu schweigen, sagte Peskow am Montagabend in Moskau. "Ich meine damit die Sanktionen, die uns die Europäer und die Europäische Union auferlegt haben", so der Kreml-Sprecher.
Der Kreml-Sprecher erklärte: "Dieser Schaden ist deutlich und die Nachteile dieser Sanktionen für die deutsche Wirtschaft sind auch offensichtlich. Das ist unseren Experten, den Experten in Brüssel und auch denen in Berlin bekannt".
Bundeskanzler Olaf Schultz schrieb vergangene Woche in einem Beitrag in Foreign Affairs: "Zu den vielen Fehleinschätzungen Putins gehörte, darauf zu spekulieren, die Invasion der Ukraine würde die Beziehungen zwischen seinen Gegnern belasten. Tatsächlich ist das Gegenteil eingetreten: Die EU und das transatlantische Bündnis sind stärker als je zuvor".
"Nichts zeigt dies deutlicher als die beispiellosen Wirtschaftssanktionen, mit denen Russland nun konfrontiert ist. Von Beginn des Krieges an war klar, dass diese Sanktionen lange bestehen bleiben müssen", so Scholz.
Der russische Präsident müsse begreifen, dass keine einzige Sanktion zurückgenommen werde, falls Russland versuchen sollte, die Bedingungen eines Friedensabkommens zu diktieren, so der Bundeskanzler weiter.
Trotz der Behauptung von Scholz schrieb die Deutsche Welle am Montag: „Die Europäische Union hat den Kauf von russischem Rohöl eingestellt, um Moskau seine Einnahmequellen wegen des Ukraine-Krieges zu entziehen. Diese Maßnahme wirkt sich nicht so stark auf die Moskauer Wirtschaft aus, wie es die Europäische Union erwartet.“