UN-Chef nennt weiße Vormachtstellung im Westen „größte Terrorgefahr“
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New York (ParsToday) - UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat davor gewarnt, dass Rechtsextremisten und neonazistische und weiße Rassistengruppen die größte terroristische Bedrohung für Länder im Westen darstellen.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Dez 22, 2022 10:02 Europe/Berlin
  • UN-Chef nennt weiße Vormachtstellung im Westen „größte Terrorgefahr“

New York (ParsToday) - UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat davor gewarnt, dass Rechtsextremisten und neonazistische und weiße Rassistengruppen die größte terroristische Bedrohung für Länder im Westen darstellen.

„Es hat sich gezeigt, dass die größte Bedrohung durch Terrorismus heute in den westlichen Ländern von der extremen Rechten, den Neonazis und der weißen Rassisten ausgeht“, sagte Guterres am Montag während seiner jährlichen Pressekonferenz zum Jahresende in New York.

Guterres erklärte zudem, dass das Thema Islamophobie und jede Form von Antisemitismus beachtet und verurteilt werden müssten. „Ich denke, wir müssen jede Form von Neonazismus, Rassismus, jede Form von Antisemitismus und antimuslimischem Hass sehr klar und entschieden verurteilen“, fügte er hinzu und bemerkte: „Dies ist eindeutig eine Bedrohung, und wir müssen diese Bedrohung mit enormer Entschlossenheit bekämpfen.“

Laut einem Bericht von New America, einer in Washington ansässigen Denkfabrik, töteten rechtsextreme Gruppen oder Einzelpersonen mit rechten Ideologien in den USA seit den Anschlägen vom 11. September mehr Menschen auf amerikanischem Boden als jede andere organisierte Gruppe.

Eine letztes Jahr von The Associated Press und dem NORC Center for Public Affairs Research durchgeführte Umfrage zeigte, dass die Amerikaner sich mehr Sorgen über Terroranschläge von rechtsextremen Gruppen und Einzelpersonen mit rechten Ideologien innerhalb des Landes machten als über Bedrohungen von außen. Die Umfrage ergab, dass 65 Prozent der Befragten in den USA entweder äußerst besorgt oder sehr besorgt über in den USA ansässige Gruppen waren, während 50 Prozent dasselbe über militante Gruppen mit Sitz außerhalb des Landes sagten.

Die Umfrage wurde nach den Anschlägen vom 6. Januar 2021 auf dem Capitol Hill durchgeführt, als Anhänger des damals scheidenden Präsidenten Donald Trump den US-Kongress während seiner Sitzung stürmten.