UNO: Ein Drittel der Bevölkerung in Sudan benötigen humanitäre Hilfe
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New York (ParsToday/IRNA) - Fast ein Drittel der Bevölkerung oder fast 16 Millionen Menschen im Sudan sind laut dem UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths auf humanitäre Hilfe angewiesen.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Apr 18, 2023 10:27 Europe/Berlin
  • UNO: Ein Drittel der Bevölkerung in Sudan benötigen humanitäre Hilfe

New York (ParsToday/IRNA) - Fast ein Drittel der Bevölkerung oder fast 16 Millionen Menschen im Sudan sind laut dem UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Griffiths forderte am Montagabend den Stopp des Krieges im Sudan und sagte: “Humanitäre Hilfe muss alle erreichen, die sie brauchen.

Die Konflikte im Sudan zwingen laut Griffthis UN-Organisationen und ihre humanitären Partner, viele Programme im ganzen Land auszusetzen. 10 UN-Organisationen und mehr als 80 NGOs haben mehr als 250 Programme im Land durchgeführt.

Er forderte außerdem den Schutz der Krankenhäuser und grundlegenden Wasser- und Strominfrastruktur im Sudan.

Griffthis sagte weiter, er sei entsetzt über den Tod humanitärer Helfer, darunter drei Mitarbeiter des Welternährungsprogramms im Sudan. 

Er ist nach seinen Angaben auch beunruhigt über Berichte über groß angelegte Plünderungen von Hilfsgütern und Schäden an humanitären Einrichtungen. Das Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP-World Food Programm), gab auch die vorübergehende Einstellung aller seiner Aktivitäten im Sudan bekannt, nachdem 3 seiner Mitarbeiter bei den anhaltenden Machtkämpfen im Sudan getötet und 2 weitere verletzt wurden.

Im Sudan ist es seit Samstag zum Gewaltausbruch gekommen, bei dem sich Machthaber General Abdel Fattah al-Burhan und sein Stellvertreter Mohammed Hamdan Daglo, der Anführer der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF), gegenüberstehen. Seit Wochen ist es aufgrund der geplanten Integration der RSF in die sudanesische Armee zu Spannungen zwischen den beiden militärischen Führern gekommen.

Bisher wurden Dutzende Menschen getötet und Hunderte verletzt. Nach der Eskalation dieses Konfliktes erklärten sich die Präsidenten von Ägypten und Südsudan bereit, zwischen den Konfliktparteien im Sudan zu vermitteln.

Der ehemalige Ministerpräsident des Sudan, Abdallah Hamdok, warnte vor ausländischer Einmischung in die inneren Entwicklungen seines Landes und forderte Gespräche zwischen den Konfliktparteien und einen sofortigen Waffenstillstand.