UNO: Mehr als 13000 sudanesische Kinder sind auf humanitäre Hilfe angewiesen
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New York (ParsToday/IRNA) - Angaben des Untergeneralsekretärs für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen Martin Griffiths zufolge sind mehr als drei Millionen Sudanesen geflüchtet, die Hälfte davon sind Kinder, und 13,6 Millionen Kinder in diesem Land benötigen dringend humanitäre Hilfe.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Jul 16, 2023 13:07 Europe/Berlin
  • UNO: Mehr als 13000 sudanesische Kinder sind auf humanitäre Hilfe angewiesen

New York (ParsToday/IRNA) - Angaben des Untergeneralsekretärs für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen Martin Griffiths zufolge sind mehr als drei Millionen Sudanesen geflüchtet, die Hälfte davon sind Kinder, und 13,6 Millionen Kinder in diesem Land benötigen dringend humanitäre Hilfe.

Griffiths fügte in einer am Samstag (Ortszeit) abgegebenen Erklärung hinzu: Seit drei Monaten haben die Menschen im Sudan unbeschreiblich unter der verheerenden Gewalt in ihrem Land gelitten.

Während die bewaffneten Auseinandersetzungen in den vierten Monat gehen, verschärft sich die Lage, was es schwieriger macht, Millionen von Menschen zu erreichen, die dringend humanitäre Hilfe benötigen.

Der UN-Unterstaatssekretär für humanitäre Angelegenheiten sagte dazu weiter: Der Sudan ist derzeit einer der schwierigsten Orte der Welt für humanitäre Aktivitäten.

Das Leid des Sudan werde erst enden, wenn der Krieg endete. In der Zwischenzeit bräuchten wir vorhersehbare Zusagen der beteiligten Parteien, damit wir den Bedürftigen einfach und sicher Hilfe leisten könnten, wo immer sie gebraucht werde, unterstrich Martin Griffiths und fügte hinzu: Beide am Konflikt im Sudan beteiligte Parteien müssen sich an die in der saudischen Stadt Dschiddah unterzeichnete Verpflichtungserklärung zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Achtung des humanitären Völkerrechts halten.

„Wir müssen alle unsere Anstrengungen verdoppeln, um sicherzustellen, dass der Konflikt im Sudan nicht zu einem brutalen und endlosen Bürgerkrieg mit schlimmen Folgen für die Region wird“, sagte Griffiths.

Hintergrund der am 15. April des laufenden Jahres eskalierten Gefechte ist ein seit längerem schwelender Konflikt zwischen zwei großen Machtapparaten des Landes: Die Armee gegen die paramilitärischen sogenannten Rapid Support Forces, kurz RSF. Dazwischen die Zivilisten, teilweise in höchster Not.

Fast 3000 Tote wurden seither gezählt, die tatsächliche Opferzahl dürfte aber weit größer sein. Der Konflikt hat nach Angaben einer UN-Organisation mehr als drei Millionen Menschen in die Flucht getrieben.