Russland bestätigt Tod des Wagner-Chefs Prigoschin bei Flugzeugabsturz
Moskau (ParsToday/IRNA) - Der Chef der russischen Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, ist beim Absturz eines Privatflugzeugs in Russland ums Leben gekommen.
Die Luftfahrtbehörde Rosawiazija bestätigte gestern, Prigoschin habe sich an Bord der abgestürzten Maschine befunden.
Die Maschine vom Typ Embraer Legacy 600 sollte am Mittwoch von Moskau nach St. Petersburg fliegen, wo Prigoschins Firmen ihren Sitz haben. Sie stürzte den Angaben nach im Gebiet Twer ab, mehr als 200 Kilometer nördlich von Moskau.
Nach Angaben des russischen Zivilschutzes kamen alle 10 Insassen der Maschine - sieben Passagiere und drei Besatzungsmitglieder - ums Leben.
Prigoschin hatte im Juni - auf den Tag genau zwei Monate vor dem Flugabsturz - seine Kämpfer zum Marsch auf Moskau aufgerufen, unter anderem weil die russische Militärführung angeblich einen Angriff auf Wagner-Söldner befohlen hatte.
Mit Zustimmung von Jewgeni Prigoschin und auf Vorschlag von Alexander Lukaschenko, dem Präsidenten von Belarus, hat die Gruppe schließlich ihren Vormarsch in Richtung Moskau abgebrochen.
Prigoschin willigte ein, gemeinsam mit seinen Kämpfern nach Belarus ins Exil zu gehen. Im Gegenzug sollten sie nicht strafrechtlich verfolgt werden.
Wagner-Miliz ist eine russische paramilitärische Söldner-Truppe, deren Streitkräfte an vielen Kämpfen beteiligt waren, einschließlich der Schlacht im Donbass gegen ukrainische Streitkräfte.