Internationale Feuchtgebiete im Iran (9 - Talab-e Gawchuni)
Das Talab-e Gawchuni (englisch: Gawkhuni) ist ein sehr wichtiges Habitat für Wasser- und Watvögel und gilt als international bedeutendes Feuchtgebiet im Iran. Dieses Feuchtgebiet liegt 176 südöstlich von Isfahan, in 12 km Entfernung der Stadt Varzaneh.

Die Provinz Isfahan gehört zu den zentralgelegenen Provinzen Irans. Sie hat viele historische, kulturelle und natürliche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die gleichnamige Zentrale dieser Provinz ist nach Teheran und Maschhad die drittgrößte Stadt des Landes.
Die Stadt liegt im Schnittpunkt der Verbindungstrecken von Norden nach Süden und von Osten nach Westen. In der Geschichte sind sich hier verschiedene Völker und Kulturen begegnet. Im Norden und Osten grenzt die Provinz Isfahan an die große Wüste, Kawir, und im Westen und Süden an die Gipfel des Zagrosgebirges. Eine wichtige Rolle für die Region spielt der Zayandeh-Rud, der das Provinzzentrum Isfahan durchquert. Er stammt aus den Quellen des Zard-Kuh Bachtiari, einem Berg des Zagrosgebirges, der in der benachbarten Provinz Tschahar Mahal und Bachtiyari liegt.
Die Stadt Isfahan wurde 2005 zur ersten Kulturstadt der Islamischen Länder ernannt. Dadurch wurde diese Stadt noch bekannter in anderen Staaten und die Zahl der Touristen nahm zu. Isfahan nimmt hinsichtlich des Kunsthandwerkes den ersten Rang unter den Städten Irans ein. Zu diesem Kunsthandwerk gehören zum Beispiel mit Qalam-Kari verzierte Metallgegenstände, die Holzmosaik-Arbeiten Chatam-Kari und feine, handgewebte Stoffe genannt Termeh. Berühmte Baudenkmäler in dieser Stadt sind der Tschehel-Sotun-Palast, der Meydan-e Naqsch-e Dschihan (Imam-Platz) der Bazar-Qeysariyeh, der Qapu-Palast,die Imam-Moschee und Hauptmoschee, der Hascht-Behescht-Palast, die Chadschu-Brücke und die si-o-seh (33-Bogen)- Brücke, die Vanak-Kirche und das Vanak-Museum, der Feuertempel und weitere.
Aber neben diesen historischen Baudenkmälern in der Zentrale der Provinz Isfahan bietet diese Region auch natürliche Sehenswürdigkeiten, unter anderem die Marandschab-Wüste, der Semirom-Wasserfall und der Schah-Laulak-Wasserfall, die Niasar-Höhle, der Kalah Qazi-Nationalpark und weitere. Auch das Talab-e Gawchuni gehört zu den natürlichen Sehenswürdigkeiten dieser Provinz. Es zählt zu den 24 Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung im Iran und fällt unter die Ramsar Konvention. Das Feuchtgebiet liegt 176 km südöstlich von Isfahan und 12 km von der Stadt Varzaneh entfernt. Es umfasst 47 600 Hektar und liegt 1470 m über dem Meeresspiegel.
Das Gawchuni- Feuchtgebiet ist ein großer flacher Salzsee oder besser gesagt: eine Salzwiese. Der Zayandeh-Fluss mündet, vom Westrand der iranischen Hochebene kommend, in dieses Gebiet und gehört zu seinen wichtigsten Wasserressourcen. Das Talab-e Gawchuni setzt sich aus mehreren verschiedenen Feuchtgebieten zusammen, von denen einige Süßwasser führen. Es ist eines der außergewöhnlichsten Feuchtgebiete auf der iranischen Hochebene und hinsichtlich der Vielfalt des Ökosystems und des biologischen Lebensraumes gilt es als einmalig im Iran.
.Das Talab-e Gawchuni ist ein Binnenland-Feuchtgebiet. Die jährliche Niederschlagsmenge beläuft sich auf 50 bis 100 mm. Die Lufttemperatur erreicht in dieser Region maximal 38,3 Celsius und die bisher gemessene Mindesttemperatur beträgt minus 6,4 Grad. In der Mitte des Talabs ist eine große Mulde. Diese bildet den eigentlichen Wasserspeicher dieses Feuchtgebietes. Der Boden am Rande des Talab-e Gawchuni ist sumpfig.
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Die umliegenden Böden des Talab-e Gawchuni werden landwirtschaftlich nicht genutzt. Sie sind zu salzig; mit Ausnahme eines Gebietes im Nordwesten, wo Ackerbau möglich ist. Es existieren verschiedene Lebensgemeinschaften in diesem Feuchtgebiet, die gemeinsam ein besonderes Ökosystem mit zahlreichen Nahrungsketten bilden. Am Rande wachsen Uferpflanzen und über eine große Fläche des Feuchtgebietes gedeihen Wasserpflanzen insbesondere das Schilfrohr. Wegen des hohen Salzgehaltes des Wassers und des Bodens sowie der starken Verdunstung besteht die Vegetationsdecke in dieser Gegend aus salzverträglichen Pflanzen. Es sind verschiedene Arten von schwimmenden und versunkenen Pflanzen, Sumpfpflanzen und Uferpflanzen. Zu den Pflanzenarten in diesem Talab gehören: mehrere Tamariskenarten, Meerträubel, Schilfrohr, Salzkräuter, Bocksweizen, der Schnurbaum, Vogelknöteriche, das Jochblatt, Igelpolster, Alhagi, Seidlitzia rosmarinus und das Knöterichgewächs Calligonum.
Es leben verschiedene Arten von Säugetieren, Reptilien, Amphibien und Fische in diesem Feuchtgebiet. Das Talab-e Gawchuni ist vor allen Dingen als Lebensraum für Wasser- und Watvögel von Bedeutung. Von den 44 verschiedenen Vogelarten, die man in diesem Feuchtgebiet festgestellt hat, sind nur 2 Arten einheimisch und die anderen sind Zugvögel. Bei den Vögeln handelt es sich unter anderem um Graugänse, Flamingos, verschiedene Arten von Lappentauchern, Tafelenten, Marmelenten, Höckerschwäne und verschiedene Raubvogelarten. In diesem Feuchtgebiet leben vor allen Dingen Wölfe, Füchse, Schakale und Wildschweine. Die wichtigsten Fischarten sind Mairenken, verschiedene Karpfenfische wie der Capoeta, sowie aalartige Fische
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Das Talab-e Gawchuni wurde 1976 in die Liste der Ramsar-Konvention für international bedeutende Feuchtgebiete aufgenommen. Die internationale Organisation für den Vogelschutz, Birdlife, hat dieses Talab als wichtiges Vogelgebiet verzeichnet. Im Talab-e Gawchuni ist der einheimischen Bevölkerung nur zu bestimmten Zeiten im Jahr der Fischfang und die Jagd erlaubt und das auch nur mit schriftlicher Genehmigung der Umweltschutzbehörde.
Das Gawchuni Talab ist ein Ökosystem, welches die regionalen Klimaverhältnisse verbessert, eine Ausdehnung der Wüste und den Bodenabtrag verhindert und ebenso Überschwemmungen eindämmt. Es weist in verschiedener Hinsicht biologisches Potenzial auf und ist nicht nur für die Umwelt und als Habitat von Nutzen sondern auch als Ausflugsziel und auch für die Einheimischen wirtschaftlich wichtig. Am Rande des Talabs können sie ihr Vieh weiden lassen oder in festgesetzten Zeiten auf Fischfang oder Vogeljagd gehen und Pflanzen, die in Umgebung des Feuchtgebietes wachsen, für traditionelle Zwecke, zum Beispiel als Heilpflanzen, verwenden.
Das Talab-e Gawchuni gehört zu den Landschaften in der Provinz Isfahan, die relativ unberührt geblieben sind. Dieses Feuchtgebiet liegt wie eine schöne Oase im Herzen der Wüste. Es befindet sich sozusagen an der Schwelle zur Wüste, nämlich an der Grenze zwischen dem Wasser- und dem Festland-Ökosystem.
Ein kleiner Ausflug in dieses Gebiet mit seinen schönen Landschaftsbildern, seinen seltenen Vögeln oder Schwänen und Flamingos und der Bewaldung an der Nordkante lohnt sich.
Im Talab-e Gawchuni am Rande der Wüste ist viel Leben. Den Ausflug in dieses Stück Natur kann man gleich mit einen Abstecher in die Stadt Varzaneh verbinden. Sehenswürdig ist die historische Brücke in dieser Stadt. Sie ist die letzte Brücke, die über den Zayandeh-Fluss führt, bevor dieser in mehrere Nebenarme übergeht und das Talab entsteht. Früher haben die Karawanen, die die alte Seidenstraße entlangzogen, diese Brücke benutzt. In der Umgebung dieser Brücke wurden daher viele Karawansereien gebaut. Sehenswert ist auch die Freitagsmoschee von Varzaneh. Interessant in dieser Gegend sind ebenso die Taubenhäuser. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Talab-e Gawchuni sind das Schach-e Kenar Gebiet, die Karawanserei Robat Abbasi und eine alte Seldschuken-Burg im Dorf Qurtan.
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تالاب گاوخونی
پرندگان تالاب
دسته های پرندگان
طبیعت بکر تالاب
فلامینگوها
حیات وحش تالاب گاوخونی
طبیعت بکر تالاب
تالاب گاوخونی
نگینی در کویر
تالاب گاوخونی
سرچشمه تالاب
نمایی زیبا از تالاب گاوخونی
تالاب گاوخونی
تصویر ماهواره ای تالاب گاوخونی
Der Frühlingsanfang ist die beste Zeit für einen Besuch im Talab-e Gawchuni. Dann ist das Wetter angenehm. Aber auch der Herbst und Anfang Winter sind eine gute Alternative für eine Besichtigung, insbesondere weil dann wegen der sinkenden Temperaturen in nördlichen Breiten, Scharen von Zugvögeln in diesem Feuchtgebiet eintreffen und man die schönsten Augenblicken in der Natur erleben kann.