Palästinensischer Weihnachtsmann: Ein Bote der Hoffnung in Gaza
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ParsToday – Zum christlichen Neujahr erlebte Gaza statt Festen und Lichterglanz einen Weihnachtsmann, der zwischen den Trümmern des Krieges mit Musik und einfachen Geschenken den Kindern für kurze Zeit Freude schenkte.
(last modified 2026-01-03T09:41:51+00:00 )
Jan 02, 2026 20:20 Europe/Berlin
  • Palästinensischer Weihnachtsmann: Ein Bote der Hoffnung in Gaza
    Palästinensischer Weihnachtsmann: Ein Bote der Hoffnung in Gaza

ParsToday – Zum christlichen Neujahr erlebte Gaza statt Festen und Lichterglanz einen Weihnachtsmann, der zwischen den Trümmern des Krieges mit Musik und einfachen Geschenken den Kindern für kurze Zeit Freude schenkte.

Während sich Städte weltweit mit Lichtern und Feiern auf den Beginn des Jahres 2026 vorbereiteten, bot sich in Gaza ein völlig anderes Bild: Freude war hier der Zerstörung gewichen. Im Gazastreifen erschien ein „Weihnachtsmann“ nicht in festlicher Kulisse, sondern inmitten der massiven Verwüstungen, die zwei Jahre eines zerstörerischen Krieges hinterlassen haben.

Wie Farsnews berichtete, gleicht die Region inzwischen einem Katastrophengebiet, in dem es keinerlei Anzeichen von Feierlichkeit gibt. Zerbrochene Mauern und aus den Ruinen ragende Stahlträger zeugen vom Ausmaß der Zerstörung.

In dieser Umgebung schlüpfte der palästinensische Musiker Ezzat al-Qawasmi in das Kostüm des Weihnachtsmanns und spielte Musik – auf Trümmern und zwischen den Zelten der Vertriebenen. Mit den ersten Klängen kamen Kinder nach und nach aus den Zelten und Gassen hervor: zunächst zögerlich, dann versammelten sie sich um den Musiker. Für kurze Augenblicke kehrte so, ein Stück verlorener Kindheit zurück.

Als sich immer mehr Kinder versammelten, rief der „Weihnachtsmann“ sie erneut zu sich und lud sie ein, ihre Zelte zu verlassen, um ein kleines Geschenk zu erhalten – nicht mehr als ein paar bunte Luftballons. Doch selbst diese einfachen Gaben reichten aus, um die Umgebung für kurze Zeit mit Freude zu erfüllen. Zur Musik klatschten einige Kinder, andere liefen den Ballons nach, die über den Zelten schwebten. Für einen Moment erschien ein Lächeln auf ihren Gesichtern und durchbrachen die Schwere von Hunger, Vertreibung und den Zerstörungen des Krieges.

Al-Qawasmi sagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu: „Zum Beginn des neuen Jahres wollten wir etwas tun, das die Menschen glücklich macht, ihnen Hoffnung gibt und einen klareren Blick auf das Leben nach Krieg und Zerstörung eröffnet. “

Er fügte hinzu: „Wir sind gekommen, um aus den Trümmern heraus Musik zu machen und die Botschaft zu vermitteln, dass das Leben weitergehen kann. “

Al-Qawasmi betonte, er habe bewusst die Figur des Weihnachtsmanns gewählt, um Freude in die Herzen der Menschen zu bringen und neue Hoffnung zu wecken – insbesondere unter den schwierigen Bedingungen des Lebens in Zelten, der Vertreibung und der anhaltenden Unsicherheit.

Weiter erklärte er: „Nach zwei Jahren eines zerstörerischen Krieges gibt es keine Schulen mehr, keine Orte der Erholung für Kinder, und ein normales Kinderleben ist nahezu verschwunden. Deshalb haben wir beschlossen, unsere Kinder mit etwas zu erfreuen, das sie lieben, und ihnen Geschenke zu machen. “

Unterdessen hat auch UNICEF darauf hingewiesen, dass die Kinder in Gaza am stärksten unter der aktuellen Lage leiden und dringend psychologische sowie schulische Unterstützung benötigen.

Die Organisation warnte zudem, dass die eingeschlossenen Kinder in Gaza täglich der Gefahr des Hungertodes ausgesetzt sind. Tausende Palästinenser leben weiterhin in Notunterkünften und provisorischen Zelten, nachdem ihre Häuser durch israelische Bombardierungen zerstört wurden. Diese Situation hält an, obwohl seit Oktober vergangenen Jahres ein Waffenstillstandsabkommen in Kraft ist. Der akute Mangel an Unterkünften und das Fehlen sicherer Wohnalternativen erschweren das Leben der Bevölkerung weiterhin erheblich.