Bericht: Fehleinschätzungen der US-Regierung gegenüber Iran
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ParsToday- Laut Bloomberg hat US-Präsident Donald Trump kein genaues und ausreichendes Verständnis von Iran und seinen komplexen Verhältnissen.
(last modified 2026-02-14T04:01:50+00:00 )
Feb 14, 2026 05:01 Europe/Berlin
  • Fehleinschätzungen der US-Regierung gegenüber Iran
    Fehleinschätzungen der US-Regierung gegenüber Iran

ParsToday- Laut Bloomberg hat US-Präsident Donald Trump kein genaues und ausreichendes Verständnis von Iran und seinen komplexen Verhältnissen.

In einem Bericht über die Fehleinschätzungen der US-Regierungen gegenüber Iran in den vergangenen Jahrzehnten betonte die Nachrichtenwebsite Bloomberg, dass auch US-Präsident Donald Trump offenbar kein umfassendes und präzises Verständnis von Iran hat. Indem der Bericht die Frage aufwirft, wie viel Trump über Iran weiß – ein Land, das innerhalb eines Jahres zweimal mit militärischen Aktionen gedroht hat –, verdeutlicht er, dass es sich hierbei nicht um persönliche Kritik handelt, sondern um ein strukturelles Problem im Verständnis der US-Politik gegenüber der Komplexität Westasiens. Diese Schwäche beeinträchtigt die Entscheidungen Washingtons seit dem Sturz des Pahlavi-Regimes im Jahr 1979.

Bloomberg weist außerdem auf Trumps widersprüchliche Aussagen zu den Gründen für den Flotteneinsatz im Persischen Golf hin und betont, dass es berechtigt ist, die Kenntnisse des Weißen Hauses über die Lage in Iran infrage zu stellen. Trump hat mehrere Ziele formuliert: die vollständige Einstellung des iranischen Atomprogramms, die Begrenzung des iranischen Raketenprogramms und die Beendigung der iranischen Unterstützung für Stellvertretertruppen in der Region. Laut dem Bericht können solche widersprüchlichen Positionen nur dann als Zeichen einer erfolgreichen Strategie gewertet werden, wenn sie Teil einer „verrückten, aber kalkulierten“ Strategie sind – eines Ansatzes, der darauf abzielt, Verwirrung auf der Gegenseite zu stiften und im Hintergrund einen präzisen Plan umzusetzen.

Der Bericht merkt an, dass Trump möglicherweise kalkuliert habe, dass schnelle militärische Siege in der Regel nicht auf breiten Widerstand stoßen. Laut Bloomberg sind solche Siege jedoch selten und selbst wenn sie eintreten, erfordert die Bewältigung ihrer Folgen ein tiefes Verständnis der politischen und sozialen Verhältnisse des Ziellandes.

Ein weiterer Teil des Berichts stellt fest, dass die Interessen der USA und Israels in Bezug auf Iran nicht unbedingt übereinstimmen. Obwohl Israel ein hohes Maß an Geheimdienst-Bereitschaft erreicht hat, ist der Zusammenbruch einer Regierung ein komplexer, kostspieliger und unvorhersehbarer Prozess. Das Schweigen des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu bezüglich der US-Militärpräsenz im Persischen Golf wurde in diesem Zusammenhang als Zeichen der Vorsicht gewertet. Offenbar stimmte das israelische Regime einem begrenzten und symbolischen Angriff nicht zu, da ein solcher Schritt eine heftige iranische Reaktion ohne strategischen Nutzen nach sich ziehen könnte.

Der Bericht verweist außerdem auf die historische Erfahrung der Vereinigten Staaten und zitiert den 39. US-Präsidenten Jimmy Carter aus dem Jahr 1977. Dieser bezeichnete Iran damals als „Insel der Stabilität“ – eine Einschätzung, die kurz vor den Ereignissen abgegeben wurde, die zur Islamischen Revolution führten. 

Letztlich kommt Bloomberg zu dem Schluss, dass Entscheidungen über Iran ohne genaue Informationen und ein tiefes Verständnis seiner internen Dynamik unvorhersehbare Folgen für die USA haben könnten. Der Bericht betont, dass Washington, um Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen, genauere Kenntnisse und ein vorsichtigeres Vorgehen benötigt.