Boykott der Riader Konferenz als Reaktion auf Verschwinden Khashoggis
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Washington (IRNA/ParsToday) - Als Reaktion auf das Verschwinden des saudischen Journalisten und Regimekritikers Jamal Khashoggi werden US-Medien und Investoren die Konferenz in Riad boykottieren.
(last modified 2026-04-12T09:21:42+00:00 )
Oct 12, 2018 13:34 Europe/Berlin
  • Boykott der Riader Konferenz als Reaktion auf Verschwinden Khashoggis

Washington (IRNA/ParsToday) - Als Reaktion auf das Verschwinden des saudischen Journalisten und Regimekritikers Jamal Khashoggi werden US-Medien und Investoren die Konferenz in Riad boykottieren.

The Hills zufolge, sagten Medien wie New York Times, Economist und Los Angeles Times ihre Teilnahme an einer Investitionskonferenz ab, in am 23. Oktober in Riad beginnen soll.

Viele US-Institutionen und Senatoren wie auch verschiedene Länder haben zur Klärung des Schicksals Khashoggis aufgerufen.

Der Unternehmer Richard Branson kündigte an, seine Virgin Group werde Verhandlungen mit dem saudiarabischen Staatsfonds über eine Milliarden-Beteiligung an den Raumfahrtprojekten von Virgin stoppen. 

Der frühere US-Energieminister Ernest Moniz hatte kürzlich mitgeteilt, aus dem Vorstandsgremium des Megacity-Projekts NEOM zurückzutreten, solange bis das Schicksal des verschwundenen und eventuell ermordeten saudischen Journalisten und Regimekritikers Jamal Khashoggi geklärt sei. 

Moniz steht dem Megacity-Projekt beratend zur Seite stehen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 500 Milliarden Dollar.

Khashoggi hatte am 2. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten, um Papiere für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Seitdem wird er vermisst. Manche Medien berichten vom Fund seiner Leiche in einer Gegend in Istanbul. Der Leichnam habe Folterspuren aufgewiesen.

Der Journalist war zudem Direktor des Al-Arab News Kanals und ein Kritiker des Ale-Saud-Regimes. Außerdem prangerte er die Beziehungen Saudi-Arabiens zum zionistischen Regime an.