Geberkonferenz für Sudan: Fast 1,5 Mrd. Dollar an Zusagen
Genf (IRNA/ParsToday) – Bei einer Geberkonferenz für den Sudan haben UNO-Organisationen Zusagen für fast 1,5 Milliarden Dollar (1,37 Milliarden Euro) erhalten. Das gab der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen Martin Griffiths Am Montagabend in Genf bekannt.
UN-Hilfsorganisationen hatten insgesamt mehr als drei Milliarden Dollar gefordert, um den Menschen in dem von einem schweren Konflikt betroffenen Land in diesem Jahr zu helfen.
„Diese Krise erfordert nachhaltige finanzielle Unterstützung, und ich hoffe, dass wir alle den Sudan ganz oben auf unserer Prioritätenliste halten können“, sagte Griffiths.
Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge Filippo Grandi begrüßte ebenfalls die Zusage und sagte: „Jetzt müssen die Mittel sofort bereitgestellt und ausgezahlt werden, damit mehr Hilfe die Bedürftigen im Sudan und in den Nachbarländern erreichen kann“.
Zuvor hatte der UN-Generalsekretär Antonio Guterres gesagt, dass zwei Millionen Menschen in weniger als zwei Monaten gezwungen seien, ihre Häuser zu verlassen, um innerhalb und außerhalb des Sudan Zuflucht zu suchen.
Er hob hervor, dass derzeitige die Unterstützung nicht den Bedürfnissen entspreche. „Das Budget des sudanesischen humanitären Hilfsplans und des regionalen Flüchtlingsplans entspricht nicht dieser Notsituation“, so der UN-Generalsekretär.
24,7 Millionen Menschen im Sudan – etwa die Hälfte der Bevölkerung – benötigen laut den Vereinten Nationen humanitäre Hilfe. Von den mehr als drei Milliarden geforderten Dollar entfallen 2,56 Milliarden Dollar auf das Nothilfebüro der Vereinten Nationen (OCHA), das damit vorrangig Nahrung, Wasser, Unterkünfte und medizinische Hilfe im Land finanzieren will. Weitere 470 Millionen Dollar sind für die etwa 480.000 Menschen vorgesehen, die aus dem Sudan vorwiegend in umliegende Länder geflohen sind.
Die Geberkonferenz, die gemeinsam von Ägypten, Deutschland, Katar, Saudi-Arabien und der Europäischen Union ausgerichtet wurde, fand in Genf statt.
Im Sudan kämpfen seit Mitte April die Paramilitärs des früheren Vizemachthabers Mohammed Hamdan Daglo gegen die Streitkräfte unter der Führung von De-facto-Staatschef Abdel Fattah al-Burhan. Die beiden Generäle hatten sich 2019 und 2021 gemeinsam an die Macht geputscht, später aber zerstritten.
Laut dem sudanischen Gesundheitsminister Haisam Ebrahim sind bisher rund 3.000 Menschen bei den Spannungen im Sudan getötet worden.